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Ethik & Gesellschaft

2017 „ein“ weiteres Jahr der Flüchtlingsbewegungen

Auf Bundesebene gibt es momentan kein präsenteres Thema als die Einwanderungspolitik. Die Regierung diskutiert über Fragen der Asylanträge und Kontrollen an den Grenzen. Nicht überraschend, denn Deutschland ist laut Report der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nach den USA das Land mit den meisten Einwanderern im Jahr 2017. 

Veröffentlicht von Marie Mävers am 27. Juni 2018

Auch wenn die Einwanderungen in Deutschland in der Gesamtheit von 2016 1,5 Millionen auf 2017 870 Tausend gesunken ist, gab es in der Geschichte noch nie eine so große permanente Zuwanderung und ein Ende ist noch nicht vorauszusehen. In der Gesamtzahl der Einwanderungen wird Deutschland nur von der USA übertroffen. 1,1 Millionen sind 2017 über die Grenzen der Vereinigten Staaten eingewandert.

Parallel zu den gegenwärtigen Diskussionen in Deutschland und den USA wird der UN-Flüchtlingsbericht veröffentlicht (Zusammengefasst auf Tagesschau.de) Das Ergebnis: 85 Prozent der Flüchtlinge haben Zuflucht in den Entwicklungsländern gesucht, meist Nachbarländer. Diesen armen Ländern müsse geholfen werden, sagt UN-Flüchtlingskommissar Grandi. „Es ist keine Krise der reichen Welt, wie es oft dargestellt wird.  –  Das Asylsystem in Europa müsse auch effizienter werden, mahnt Grandi an. So müsse beispielsweise rascher über einen Asylantrag entschieden werden und etwa abgelehnten Asylbewerbern geholfen werden, in ihre Heimatländer zurückzukehren.“ Neben dem Asylsystem muss vor allem auch in die Integration, in Arbeitsmarkt und Gesellschaft investiert werden. Auch in diesem Feld ist Deutschland in der Spitzengruppe. Mit einer Beschäftigungsquote der Zugewanderten von 68% gelingt in diesem Punkt ein sehr positiver Ausschlag.

Beim Thema Integration kann vor allem dem Sport eine noch größere Rolle zukommen. Ein ganz aktuelles Beispiel bietet hier die zurzeit stattfindende WM in Russland. Vor dem ersten Training, nach dem 1:2 gegen Deutschland, versammelte sich die gesamte schwedische Mannschaft geschlossen hinter Mittelfeldspieler Jimmy Durmaz und riefen gemeinsam: „Fuck Racism“. Der schwedische Nationalspieler wurde nach dem Foul, das zum Sieg-Freistoß für Deutschland führte, in den sozialen Netzwerken massiv beleidigt und bedroht. Sie gehen damit voran und setzen ein großes Zeichen gegen Rassismus.

 

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