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Kinderschutz

Ankommen und Wohlfühlen

Genau darum ging es beim Jahresempfang des JesusCenters im Hamburger Schanzenviertel am vergangenen Freitag.

Veröffentlicht von Silke Hirschfeld am 19. Februar 2018

Königspudel Eyko hat das Thema sofort verstanden und umgesetzt.  Und genau das tut das Team um Holger Mütze auch – Tag für Tag seit vielen Jahren: Im JesusCenter können Menschen ankommen. Dabei ist es nicht wichtig, wo die Ankommenden herkommen. Entscheidend ist, dass sie nun da sind. Manchen reicht einfach ein heißer Kaffee (davon wurden im letzten Jahr übrigens 5.424 Becher im Café Augenblicke ausgeschenkt) oder eine Mahlzeit, andere suchen ein bisschen Gesellschaft oder benötigen eine Dusche und neue Kleidung.

Das Angebot des JesusCenters ist so bunt und vielfältig wie seine Gäste: Neben der offenen Kinderbetreuung gibt es Unterstützung und Beratung für Familien, Lernförderung, ein Eltern-Frühstück, Ferienfreizeiten, eine Skaterschule , die Kleiderkammer, das Café Augenblicke mit seinem sehr günstigen Mittagstisch und vieles mehr.

Vorstand Barbara Haarmann dankte in ihrer Begrüßung all jenen Förderern und den engagierten Mitarbeitern und Ehrenamtlichen, ohne die das alles gar nicht möglich wäre. Sie ließ die Zeit während des G20-Gipfels Revue passieren, als im JesusCenter, das im Epi-Zentrum der Krawalle lag, ein Team 70 Stunden vor Ort war, um das schlimmste dort zu verhindern und Gemüter zu beruhigen. Haarmann berichtete auch von den Erfolgen bei der Betreuung der jugendlichen Flüchtlinge, die in zwei Wohngemeinschaften der Einrichtung leben. Die Jugendlichen haben hier nicht einfach nur ein Zuhause gefunden, sondern werden intensiv gefördert. Einer von ihnen hat mittlerweile seine Ausbildung begonnen.

Zuhause war auch das zentrale Thema des Impulsvortrages von Pastor Matthias Voigt, der mit dem Hamburgprojekt, einem evangelischen Kirchenprojekt im Schanzenviertel, zur Nachbarschaft gehört. Er hatte einmal viele Menschen gefragt, was Zuhause oder Heimat für sie bedeutet. Ein wohnungsloser Mann sagte zu ihm, die Kapuze seines Sweatshirts sei ihm manchmal ein Zuhause: Sie hat drei Wände und ein Fenster zur Welt.

Heinz-Gerhard Wilkens, Leiter unserer Unternehmenskommunikation, kam vor elf Jahren im Café Augenblicke an und fühlte sich wohl im JesusCenter, das später für das Bollerwagen-Projekt mit dem HanseMerkur Preis für Kinderschutz ausgezeichnet werden sollte. In seinem Impulsvortrag beschrieb, er seinen ersten Besuch im Café in der Adventszeit 2006, bei dem das Mundharmoniker-Orchester St. Pauli spielte, als magischen Augenblick. Seitdem hält er Kontakt zu Holger Mütze, den er als „sanften Riesen“ beschreibt. Dass der soziale Sektor viel von der Wirtschaft lernen kann, macht er an der Art deutlich wie Mütze das JesusCenter aufgebaut hat und bis heute leitet. Aber auch die Wirtschaft hat noch viel zu lernen: So bekamen unsere beiden Auszubildenden Anna-Katharina Haag und Pia Kracke im Dezember letzten Jahres die Gelegenheit einen Tag im Café Augenblicke mitzuarbeiten. Sie packten tatkräftig an, hatten Begegnungen auf Augenhöhe, redeten, hörten zu und sammelten viele neue Eindrücke.

Übrigens: Das Café ist für jedermann geöffnet. Gehen Sie doch einfach einmal hin und riskieren einen Augen-Blick.

Heinz-Gerhard Wilkens, Holger Mütze (v. l. n. r.)
Impulsvortrag Heinz-Gerhard Wilkens
Impulsvortrag Pastor Matthias Voigt
Ausblick 2018 von Holger Mütze
Zusammenkommen beim Jahresempfang
Anna-Katharina Haag, Pia Kracke im Gespräch (v. l. n. r.)
Engagiertes Team des JesusCenters
Plakatwände mit Gedanken während des G20 standen im Innenhof

One thought on “Ankommen und Wohlfühlen”

  1. Gerne verbeuge ich mich und betone meinen Respekt vor der Initiative „JesusCenter“. Menschen wie Holger Mütze bewahrheiten wahrhaftige Aktivitäten im Bereich der Hilfe, Integration und Unterstützung von bedürftigen Menschen, im Gegensatz zu oft leerem, politischen Geschwätz.
    Dieser einfühlsame- und mit offensichtlich positiver Energie- geschriebene Beitrag lässt mitfühlen, wie viel Herzblut, Flexibilität und tägliche Initiative in diesem Projekt steckt und es ist klasse, wie es uns Lesern durch diesen Blog einen Einblick gewährt. Tolle Sache 🙂

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