Bewerbungsfrist verlängert!

Bewerben Sie sich noch bis zum 31. Oktober 2018  für den HanseMerkur Preis für Kinderschutz. weitere Informationen finden Sie hier.

Sport & Gesundheit

Barrierefrei zur Rollstuhlbasketball-WM

Seit Jahren ist der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) damit beschäftigt, alle U- und S-Bahnhaltestellen barrierefrei umzubauen. Das wurde auch dringend Zeit, denn viele Rollstuhlfahrer sind auf Aufzüge angewiesen, um sich ungehindert fortbewegen zu können. Wie gut das funktioniert hat Edina Müller anlässlich der Rollstuhlbasketball-WM gemeinsam mit dem NDR getestet.

Veröffentlicht von Silke Hirschfeld am 3. August 2018

Ausgangspunkt für den Dreh war der Hamburger Hauptbahnhof. Von dort aus ist man mit der S-Bahn in acht Minuten in Wilhelmsburg. Mit dem Aufzug kommt man vom Bahnsteig auf die Straße, dann noch über eine Brücke und fünf Minuten später ist man am Austragungsort. Alles barrierefrei, wenn es funktioniert.

Was im Film nicht gezeigt wird, ist Ankunft von Edina Müller am Hamburger Hauptbahnhof, da funktionierte der Aufzug nämlich nicht. Nun ist die Ex-Rollstuhlbasketballerin und aktive Parakanutin mit einem Aktiv-Rollstuhl unterwegs, bei dem sie durch eigene Muskelkraft die Vorderräder anheben kann. Auf diese Weise kommt sie so trotzdem in den Zug, auch wenn der Abstand zum Bahnsteig manchmal recht groß ist. Und wenn ein Aufzug nicht funktioniert, rollt sie auf die Rolltreppe (sofern es eine gibt) und hält sich während der Fahrt mit den Händen fest. Das können bei weitem nicht alle Menschen mit Behinderung und vor allem geht das nicht mit einem schweren, kompakten Elektro-Rollstuhl.

„Kaputte Aufzüge sind ein generelles und leider alltägliches Problem.“, erklärt uns Edina. „Ich bin sehr viel unterwegs, sehr ungern mit der Bahn, da nicht funktionierende Aufzüge eher die Regel als die Ausnahme sind. Die vom HVV angebotenen Lösungsmöglichkeiten (mit der Bahn weiterzufahren und mit dem Bus zurückzukommen o. ä.) und der Umgang mit dem Problem sind oft nicht zufriedenstellend. Mit der Bahn zur Arbeit zu fahren wäre für mich aufgrund fehlender Planbarkeit gar keine Option. Sehr schade, bei einer eigentlich guten Anbindung und gut ausgestatteten Bahnen. Das muss sich ändern, da muss unbedingt etwas getan werden, nicht nur zur WM!“

Unser Kollege Roman Ron kennt das Problem nur zu gut: Er ist auf einen Elektro-Rollstuhl angewiesen und kommt damit an vier Tagen in der Woche aus Apensen mit dem HVV zur Arbeit. Die Fahrzeit beträgt pro Strecke eine Stunde. Regelmäßig ruft er bei uns an, weil weder am Dammtor-Bahnhof, noch am Hauptbahnhof die benötigten Aufzüge funktionieren und er schlichtweg nicht vom Bahnsteig runterkommt. Frustriert tritt er dann den Heimweg an. In den einschlägigen Apps wurde das Problem meist nicht angezeigt.

„Ich hoffe aber, dass diese Probleme wenigstens während der WM ausbleiben oder schnelle adäquate Lösungen gefunden werden, damit alle Fans, mit und ohne Behinderung, gut zur Halle finden und unsere tolle Stadt genießen können!“, appelliert Edina.

Wir schließen uns diesem Appell an und verlosen 25 x 2 Voucher, mit denen Sie Tickets für eine beliebige Abendsession der Rollstuhlbasketball-WM erhalten. Bewerben Sie sich mit einer E-Mail mit Ihrem Namen und Ihrer Anschrift an csr@hansemerkur.de.

Einsendeschluss ist der 12. August 2018.  Weitere Informationen zur Weltmeisterschaft hier in Hamburg erhalten Sie hier.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*