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Arno Surminski

Kultur

Bundesverdienstkreuz und neues Buch

Ende Juni 2016 erhielt der Schriftsteller und Versicherungsjournalist Arno Surminski aus der Hand von Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Veröffentlicht von Heinz-Gerhard Wilkens am 25. Juli 2016

Bundespräsident Joachim Gauck würdigt damit sein literarisches Wirken für Völkerverständigung und Versöhnung. Senatorin Leonhard sprach bei der Verleihung der Auszeichnung im Turmzimmer des Rathauses von einem Autor, der als „Sprachrohr für die Kriegsopfer“ wirkte und wirkt. Auch wir gratulieren dem Chronisten Ostpreußens herzlich!

Wir können uns zudem glücklich schätzen, dass Arno Surminski unser Unternehmen über 25 Jahre im Beirat konstruktiv-kritisch begleitet und 2014 auch die Chronik der HanseMerkur, „Eine Versicherung in Hamburg: 1875 – 2013“ verfasst hat. Und dass er schon 21 seiner Werke bei öffentlichen Leseabenden bei uns präsentieren konnte.

Buch-Surminski_von_den_kriegen_suSein jüngstes Werk, „Von den Kriegen“ erschien im Juli 2016 beim Münchner Verlag LangenMüller (ISBN 978-3-7844-3400-1, 160 Seiten, 18,00 Euro). Es nimmt William Faulkners Erkenntnis auf, der einmal sagte: „Das Vergangene ist nie tot; es ist nicht einmal vergangen.“ Und so sichtet und ordnet der Geschichtsstudent Gero Warnecke einen Stapel von 174 Gedenkanzeigen, vornehmlich für die Gefallenen der zwei Weltkriege. Gedenkanzeigen, aufgegeben bis heute von Angehörigen, Freunden, Armee-Kameraden, um das Vergangene für die Gegenwart zu bewahren. Und über allem steht für Warnecke, der sich durch die Beschäftigung mit den „Gedenksteinen aus Zeitungspapier“ immer tiefer mit den Geschehnissen der Weltkriege befasst, die Botschaft „Nie wieder Krieg!“ Konfrontiert mit Todesanzeigen, die vom Heimgang am eigenen Geburtstag ebenso künden wie von Familien, in denen Vater und zwei Söhne mit der deutschen Luftwaffe starben, kommt dem Studenten 70 Jahre nach dem Zweiten und 100 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg „die wissenschaftliche Kühle abhanden“. Jan Ehlert schließt seine Buch-Rezension auf NDR Info mit dem Satz „Die Todesanzeigen sind stumme Anklage genug.“ Arno Surminski ist wieder einmal eine eindringliche Spurensuche gelungen.

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