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Ethik & Gesellschaft

Die Würde Gottes ist unantastbar

Unter diesem Motto fand am Freitag der Jahresempfang des JesusCenters im Hamburger Schanzenviertel statt. Wir begegneten vielen vertrauten Gesichtern, hörten Liedtexte und Impulse, die nachdenklich machten, und spürten das ganz Besondere, das man im Café Augenblicke immer spürt: willkommen zu sein.

Veröffentlicht von Silke Hirschfeld am 26. Februar 2019

„Den Hund kenne ich doch!“, sagen Sie? Das freut uns sehr, denn es bedeutet, dass Sie vermutlich seit einem Jahr regelmäßig in unserem CSR-Blog stöbern. Königspudel Eyko war im vergangenen Jahr bereits zu Gast beim Jahresempfang. Er ist entspannt und macht kein Geheimnis daraus, dass er sich im JesusCenter wohl fühlt. Genau dafür setzt sich Holger Mütze mit seinem Team Tag für Tag ein. Nicht speziell für Eyko, eher für die vielen Gäste, die tagtäglich ins Café Augenblicke zum Essen oder für einen Kaffee kommen, die die Kleiderkammer aufsuchen oder die sich nach einer heißen Dusche sehnen.

2018 war ein spannendes Jahr für das JesusCenter, berichtete Barbara Haarmann in ihrem Rückblick. Nachdem im Sommer zuvor während des G20-Gipfels die Krawalle im Schanzenviertel eskalierten, war das vergangenen Jahr vom Aufbau geprägt. Die benachbarte Haspa-Filiale brannte während der Unruhen fast vollständig aus. Im letzten Jahr begann der Wiederaufbau. So positiv das ist, hat es doch auch seine Tücken. Das Team des JesusCenters nahm es mit Humor, behalf sich mit Ohrstöpseln und Lärmschutz-Kopfhörern und hinderte die vibrierenden Tastaturen und Bildschirme daran, von den Schreibtischen zu fallen. Während die Rekordhitze für viele unerträglich wurde, stellten die Mitarbeiter kurzerhand ein Planschbecken auf, damit sie beim Mittagessen wenigstens die Füße kühlen konnten. Als das Café Augenblicke wegen der Baumaßnahmen kaum noch zugänglich war, ging Anke Beceral mit ihrem Café-Team kurzerhand in den benachbarten Florapark und eröffnete dort eine Außenstelle, um die Gäste zu versorgen.

Vor der Andacht von Frank-Eric Müller, Pastor der Oncken Gemeinde, spielten Loretta und Frank, die für die musikalische Unterhaltung sorgten, den Song „Wäre Gott einer wie wir“. Darin heißt es:

„…Wäre Gott einer wie wir,
eingeschlafen mit ’nem Bier,
nur ein Fremder um halb vier,
in der letzten Straßenbahn.

Hätte Gott ein Gesicht,
wie würd es aussehen?
Und willst Du es wirklich sehen?…“

Müller nahm in seiner Andacht den Faden auf und sagte, dass Gott immer verkleidet kommt. Er zitierte dafür Mutter Theresa, die ihre Schützlinge einmal aufforderte „Kommt, wir gehen auf die Straßen von Kalkutta! Mal gucken, wie Gott sich heute verkleidet hat.“

Genau wie Peter Jörgensen, Vereinigung Evangelischer Freikirchen, in seinem anschließenden Impulsvortrag, schloss auch Müller mit dem Fazit, dass jeder, der ins JesusCenter kommt, willkommen ist und mit Würde behandelt wird.

Mit „jeder“ sind übrigens auch Sie gemeint. Gehen Sie doch mal auf einen Kaffee hin.

Übrigens haben wir das JesusCenter in 2007 für das Projekt „Bollerwagen“ mit dem HanseMerkur Preis für Kinderschutz ausgezeichnet. Wir freuen uns sehr darüber, dass es das Projekt bis heute gibt und es im vergangenen Jahr sogar noch ausgeweitet werden konnte. Mehr dazu finden Sie hier.

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