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Kinderschutz

Digital macht Schule

Ob in der Politik, der Wirtschaft oder dem Privatleben – Digitalisierung ist das große Thema, um das wir alle nicht mehr herumkommen. Doch was ist mit den kleinsten Mitgliedern der Gesellschaft? Belassen wir es dabei, dass sie konsumieren oder bringen wir ihnen bei zu produzieren?

Veröffentlicht von Silke Hirschfeld am 10. April 2018

Der Weg zum digitalen Unterricht ist lang – und ehrlich gesagt, auch ziemlich steinig, denn häufig sind die Lehrer noch nicht „für’s Digitale“ qualifiziert, es fehlt entsprechendes Lehrmaterial und an der Hardware magelt es sowieso.

Trotzdem scheint Hamburg gerade die Nase vorn zu haben: Vor kurzem stellte Schulsenator Ties Rabe (SPD) ein Projekt vor, das gemeinsam mit der TU Harburg und der Joachim Herz Stiftung ins Leben gerufen wurde. Ein Teil des Projektes ist die Plattform digital.learning.lab. Ab dem Schuljahr 2018/2019 sollen Lehrer mithilfe der Bausteine, die auf diesem Portal hinterlegt sind,  den Unterricht professionell digital gestalten können. Laut Schulbehörde umfassen die Bausteine Unterrichtskonzepte und digitale Materialien für zahlreiche Themengebiete in allen Schulfächern der weiterführenden Schulen. „Die Lehrer finden hier neben guten Unterrichtsbeispielen auch gleich alle Hilfestellungen zur Umsetzung.“, so Sönke Knutzen, Vizepräsident für Lehre der TUHH, zur WELT.

Hardwarespende Gretel-Bergmann-SchuleDie Gretel-Bergmann-Schule in Hamburg-Allermöhe hat die Nase auch ziemlich weit vorne. Hier gibt es in den Jahrgängen 5 und 12 bereits iPadklassen, in denen Schüler ganztägig lernbegleitend mit den Geräten arbeiten. Sie lernen, experimentieren, speichern ihren Wissensfortschritt, präsentieren mit dem iPad und teilen ihr Wissen anschließend mit ihren Mitschülern. Und für die Jahrgänge 6 und 7 existiert zumindest eine Pool-Lösung, bei der sich Lehrer einen Satz iPads für den jeweiligen Unterricht ausleihen können. Diese werden dann überwiegend für Film-Projekte oder zum Recherchieren genutzt. Darüber hinaus arbeitet die Schule im Unterricht mit PCs und Laptops.

Auch wenn die Gretel-Bergmann-Schule hier sicher besser aufgestellt ist als die meisten anderen, gibt es derzeit keine weitere Unterstützung durch die Stadt oder den Bund  zur Beschaffung von Hardware. „Deshalb sind wir ja auch froh, wenn wir Geräte gespendet bekommen.„, verriet uns Leonardo Quintero, Medienpädagoge und Systemadministrator der Schule, als er neulich bei uns im Haus war. Der Grund für seinen Besuch war ganz einfach: Wir müssen regelmäßig Geräte austauschen, denn die Hardware-Anforderungen an ein Versicherungsunternehmen sind sehr hoch, um die nötigen Service-Standards zu gewährleisten. So waren wir in der Lage neben einigen iPads eine große Menge Bildschirme, Tastaturen und diverses Zubehör zu spenden – in diesem Fall an die Gretel-Bergmann-Schule.

Hamburg setze darauf, dass die Bundesbildungsministerin zügig pro Jahr eine Milliarde Euro für eine bessere digitale Infrastruktur an den Schulen zur Verfügung stellt.“, so Ties Rabe in einer Presseerklärung. Wie gesagt, es ist ein langer Weg, den wir wohl mit unseren Hardware-Spenden noch eine ganze Zeit begleiten werden. Und natürlich hoffen wir, dass es viele andere Unternehmen genauso machen, damit auch die Kleinen die Chance haben Digitalisierung „von der Pike auf zu lernen“.

Hardwarespende Gretel-Bergmann-Schule3
V.l.n.r.: Robin Yap (HanseMerkur), Leonardo Quintero und Dieter Hirsekorn (Gretel-Bergmann-Schule), Niklas Bakosch und Sven Schrage (HanseMerkur)

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