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Ethik & Gesellschaft

Erster Aktionstag Inklusion in Hamburg

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland nutzt die Stadt Hamburg den Tag, um dem Thema Inklusion eine Bühne zu geben.

Veröffentlicht von Marie Mävers am 12. März 2019

Der 26. März soll weder zum Feiertag erkoren werden noch etwas Außergewöhnliches sein. Er wird schlicht genutzt, um der Gesellschaft das Thema Inklusion näher zu bringen. Es stimmt einen nachdenklich, dass dazu ein extra Tag notwendig ist. Umso größer ist die Initiative der Stadt und die der teilnehmenden Aktionspartner zu werten. Denn auch wenn die UN-Behindertenrechtskonvention seit 10 Jahren in Deutschland Gesetz ist, werden Menschen mit Behinderungen in Deutschland immer noch mit sehr vielen Barrieren im Alltag konfrontiert.

Die UN-Behindertenrechtskonvention ist eines von acht Menschenrechtsübereinkommen der Vereinten Nationen. In Deutschland ist das Übereinkommen seit dem 26. März 2009 geltendes Recht. Bund und Länder sind verpflichtet, die darin enthaltenen Gestaltungsaufträge umzusetzen. Die Konvention schafft keine gesonderten Rechte für Menschen mit Behinderungen. Für die Umsetzung und die gelebte Inklusion sind folglich Bund und Länder selbstverantwortlich.

In Hamburg wurde in den vergangenen Jahren stetig daran gearbeitet, Barrieren abzubauen. Zum Beispiel sind inzwischen 59 von 82 U-Bahnhaltestellen und 46 der 56 S-Bahnhaltestellen barrierefrei. Auch im Bereich Tourismus wurden Barrieren abgebaut und eine barrierefreie Website erstellt. Die Stadt hat sich bis Mitte der 2020er-Jahre als Ziel gesetzt, alle U- und S-Bahn-Haltestellen barrierefrei zugänglich zu machen. Es sollen einheitliche Standards für die barrierefreie Gestaltung von Haltestellen, Fahrgastinformationen und Fahrzeugen im HVV-Gebiet entwickelt werden. Im Bereich Digitalisierung strebt der Senat an, zukünftig Leichte Sprache und Gebärdensprache in die Informationsangebote der Stadt zu integrieren.

Es sind aber nicht allein Bund und Länder gefragt sich zu engagieren. Für gelebte Inklusion sind wir alle gefordert, damit der Weg zu einer inklusiven Gesellschaft erfolgreich ist. Deshalb hat der Hamburger Senat die Initiative ergriffen und zusammen mit vielen Aktionspartnern den ersten Aktionstag Inklusion ins Leben gerufen. Unter dem Motto *Teil Haben, Nehmen, Werden findet durch über 50 Aktionen, das Thema Inklusion eine Stimme.

Zum Beispiel organisiert der Hamburger SV, dass Schüler/-innen und Lehrer/-innen die Möglichkeit erhalten, ihr Bewusstsein für die Herausforderungen für Menschen mit einer Sehbehinderung bei einem Stadionbesuch zu schärfen. Die Universität Hamburg macht in einem Impulsvortrag mit anschließender Diskussion auf das Thema „Studieren mit Beeinträchtigung“ aufmerksam. Auch der Hauptpreisträger des HanseMerkur Preis für Kinderschutz 2017 engagiert sich an diesem Tag. Das Kinderhaus Mignon der Benita Quadflieg Stiftung macht in einer Informationsveranstaltung auf ihr neues Weiterbildungsprogramm „Seminar Mignon – Heilpädagogik in der Frühförderung“ für Erzieher, Pädagogen und Therapeuten aufmerksam.

Nicht nur Informationsveranstaltungen und Aktionen, um auf das Thema Inklusion und Teilhabe aufmerksam zu machen stehen auf dem Programm, auch für Menschen mit Behinderungen sind Aktionen geplant. Zum Beispiel bietet die Elbreederei RAINER ABICHT GmbH & Co. KG kostenlose Hafenrundfahrten auf ihren barrierefreien Barkassen an. Der Tierpark Hagenbeck steht für kostenlose  Sonderführungen bereit und widmet sich den Fragen: Wie klingt ein Pinguin? Wie fühlt sich Antarktis an? Wie groß ist ein Löwe? Wie riecht ein Elefant und wie schwer ist ein Elefantenzahn?

Hier finden Sie alle weiteren geplanten Aktionen rund um den Aktionstag Inklusion. Die ganze Stadt ist zum Mitwirken und Erleben eingeladen!

 

copyright: Headergrafiken: SK Hamburg, Inklusionstag in Hamburg: Andi Weiland, Inklusionstag: Andi Weiland, Inklusionstag: colourbox.de / Ruskpp, Inklusionstag – Schriftzug: Andi Weiland, Noisulkni: Senatskanzlei Hamburg

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