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Umwelt & Nachhaltigkeit

Großes Bayerisches Engagement für den Artenschutz

Aus den Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit, haben Volksbegehehren leider einen bitteren Beigeschmack. Man nehme die Bewerbung Hamburgs für die Olympischen Sommerspiele oder den Verbleib Englands in der EU. In beiden Fällen fehlte es an der Beteiligung der Bevölkerung, vor allem der Befürworter. Nicht so beim Volksbegehren in Bayern. Meinungsstrake eine Million Menschen sprachen sich mit ihrer Unterschrift für mehr Artenschutz, insbesondere für die stark bedrohten Bienen, aus.

Veröffentlicht von Marie Mävers am 22. Februar 2019

Mit dem großen Zuspruch des Volksbegehrens für mehr Artenschutz, ist trotzdem zunächst einmal nichts entschieden. Der Spielball wurde aber mit viel Nachdruck im richtigen Tor untergebracht – dem der politischen Führung, in Bayern und auch auf Bundesebene.

Hinter den Leitsätzen „BeeAware“ oder „Bee a hero“, stehen die klaren Forderungen der Initiatoren des Volksbegehrens. Unter ihnen befindet sich auch die ÖDP-Politikerin Agnes Becker. Der Anteil der ökologischen Landwirtschaft soll bis zum Jahr 2030 auf 30 Prozent steigen. Momentan erfüllen nur 8,2 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche und 11 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe die Öko-Kriterien. Die Erfüllung der Öko-Kriterien verbieten den Einsatz von Agrargiften u.a. dem viel diskutierten Unkrautvernichter Glyphosat.

Allen voran Bundesumweltministerin Svenja Schulze begrüßt das große Engagement der Bürger und will ein Insektenschutzgesetz beschließen lassen. „Der hohe Zuspruch für das Volksbegehren in Bayern bestärkt mich darin, auch auf Bundesebene den Insektenschutz voranzutreiben“, sagt sie. Die Einschränkung von Agrargiften, mehr Vielfalt in der Landwirtschaft und mehr Lebensraum für Insekten sind auch in ihrem Gesetzesentwurf inkludiert.

Das es sehr wichtig ist die Politiker zum Handeln zu zwingen, belegt eine vor wenigen Tagen veröffentlichte Metastudie von australischen Forschern der Universitäten Sydney und Queensland. Ihr Fazit: Mehr als 40 Prozent der Insektenarten auf der ganzen Welt gehen so schnell zurück, dass sie in den nächsten Jahrzehnten ausgestorben sein könnten. Besonders gefährdet sind Schmetterlinge, Käfer und die Hautflügler, wozu auch die Bienen zählen. Sollte das Insektensterben nicht aufgehalten werden, würde unser ganzes Ökosystem in Gefahr geraten. Denn von bestäubenden Insekten, wie der Honigbiene, hängen laut Weltbiodiversität mehr als drei Viertel der Nahrungspflanzen ab. Nicht auszudenken was das für dramatische Folgen für die Zukunft der Menschheit hätte.

Die Bienen-Leasing-Urkunde der HanseMerkur für zwei Bienenvölker

Auch die HanseMerkur setzt sich seit knapp einem Jahr für die kleinen Nutztiere unserer Gesellschaft ein. Denn nach Schwein und Rind liegen sie für unser wirtschaftliches Nutzen bereits an dritter Stelle. Mit der Anmietung von zwei Bienenvölkern bei Bee-Rent, die sich vom Dach der HanseMerkur aus ihren neuen Lebensraum erschließen, wird die gezielte Vermehrung von Honigbienen unterstützt. In regelmäßigen Abständen kann man die Imker bei ihrer Arbeit auf dem Dach der HanseMerkur beobachten. Sie überwachen nicht nur die Population z.B. die Gefahr durch den Befall von Milben, sondern sie ernten auch den Honig. Aus der ersten Ernte wurden viele Gläser frischer HanseMerkur Alster-Honig gewonnen, die unter den Mitarbeitern für einen guten Zweck verkauft wurden. Wir freuen uns demnach sehr, dass in Bayern, durch die große Beteiligung am Volksbegehren, mehr Aufmerksamkeit für die Bienen und deren große Bedrohung durch uns Menschen (!) entstanden ist. Denn das Ergebnis macht vor allem eines deutlich, wie wichtig das Thema und der Klimawandel den Menschen mittlerweile ist.

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