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Sport & Gesundheit

Hamburg Hockey hilft

Heute ist Welttag des Ehrenamts. Um diesen Helfern Anerkennung für Ihren Einsatz zu erweisen, ­wurde 1985 von der UN der 5. Dezember zum Welttag der freiwilligen Helfer für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung erklärt. Ein guter Moment also, um einmal über den eigenen Tellerrand hinweg zu schauen und zu würdigen, wie viele Menschen sich tagtäglich ehrenamtlich engagieren.

Veröffentlicht von Marie Mävers am 5. Dezember 2018

Ein Beispiel für vorbildliches ehrenamtliches Engagement ist die Alster Grootbos Foundation. Integriert in die Grootbos Foundation, von der wir Ihnen demnächst auch noch ausführlich berichten werden, sammelt die Initiative Geld und vor allem Sachspenden für Hockeytraining in Südafrika.

Von Hamburg aus gehen Hockeyschläger, Bälle und Sportkleidung in den Ort Gaansbai, ein kleines Fischerdorf, zwei Stunden entfernt von Kapstadt. Hier gibt es immer noch drei Kommunen, die getrennt leben und wo die Kinder in getrennte Schulen gehen. Es handelt sich um die Weißen (am reichsten, normale Häuser im Stadtkern von Gansbaai), die Farbigen (arme Mittelschicht, sehr einfache Steinhäuser im Blompark Township) und die Schwarzen (sehr arm, leben in Holzhütten im Masakhane Township). Das Ziel der seit 2008 bestehenden Grootbos Foundation ist, diese Kommunen durch Sport näher zusammen zu bringen, Vorurteile und Rassismus zu bekämpfen sowie die Bildung der Kinder zu unterstützen. Delf Ness vom Club an der Alster Hamburg hat gemeinsam mit der Football Foundation (als Teil der Grootbos Foundation) im Herbst 2009 ein Hockeyprojekt in Südafrika gestartet. Auch unsere HanseMerkur Kollegin Nicola Beer war von Anfang an bei dem Projekt dabei. 2010 drei Monate als Volunteer und bis heute noch im Team, um von Deutschland aus Bewerbungsgespräche mit neuen Volunteers zu führen und die Kommunikation zwischen Deutschland und Südafrika zu koordinieren.

„Jedes Bild mit lächelnden strahlenden Kindern, die meistens barfuß und in ihren ausgetragenen Schuluniformen Hockeyspielen, lässt mein Herz etwas höher springen und erinnert mich daran, wie gut es uns geht und wie einfach es manchmal ist, davon etwas abzugeben.“ (Nicola Beer)

Ich persönlich konnte das Projekt leider nur einen Tag besuchen, dieser hat aber ausgereicht, um den Kindern und dem nachhaltigen Engagement der Volunteers komplett zu verfallen. Denn nicht nur der Gedanke, dass Sport verbindet wird hier groß geschrieben. Die Kinder haben durch das tägliche Hockeytraining eine Routine in ihrem Tagesablauf, der sie vor Langerweile und Dummheiten schützt. Auch der Leistungsgedanke kommt nicht zu kurz. Durch das regelmäßige Training haben es schon viele Kinder aus den Townships in die überregionalen Auswahlmannschaften geschafft. Mit dem täglichen Hockeytraining ist außerdem eine Mahlzeit verbunden. Alles finanziert durch die Grootbos Foundation und ihre Sponsoren. Wie bei vermutlich allen Initiativen ist immer Bedarf vorhanden mehr zu tun. So musste ich an einem eher regnerischen Tag in Gansbaai feststellen, dass nur die Hälfte der normal anwesenden Kinder zum Training erschienen sind. Der Grund: Die Kinder haben meist nur eine Hose und nur einen Pulli. Wenn durch den Regen diese Sachen nass werden, haben sie keine Chance sich umzuziehen und die Gefahr krank zu werden ist sehr groß. Insbesondere in der Klausurenphase, in der sich die meisten Kinder gerade befanden.

Um diese und weitere Bedürfnisse vor Ort anzugehen fand am ersten Dezemberwochenende das alljährliche Hockey-Vorbereitungsturnier, mit vielen Bundesligamannschaften, beim Club an der Alster statt. Unter dem Motto „Hamburg Hockey hilft“, wurde im Rahmen des Turniers über die Initiative berichtet und durch eine Tombola Spenden gesammelt. In diesem Jahr kamen 6.500 Euro zusammen. Im nächsten Jahr wird das Projekt zehn Jahre alt. „Ein guter Zeitpunkt, um noch mehr möglich zu machen“, davon ist Gründer Delf Ness überzeugt.

„Hamburgs Hockey hilft Südafrika“ hier beim Hallenhockey-Vorbereitungsturnier

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