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Kinderschutz

Heute ist internationaler Kinderbuchtag!

Der Aktionstag, der die Freude am Lesen unterstützen und das Interesse an Kinder- und Jugendliteratur fördern soll, wird seit dem Jahr 1967 jährlich am 2. April, dem Geburtstag des bekannten Dichters und Schriftstellers Hans Christian Andersen, begangen und wurde durch das International Board on Books for Young People (IBBY) gegründet.

Veröffentlicht von Silke Hirschfeld am 2. April 2019

Eines der Hauptziele des internationalen Kinderbuchtages ist es, Kindern weltweit einen leichteren Zugang zu Büchern zu ermöglichen. Man mag meinen, dass dies nur Entwicklungsländer und Regionen betrifft, in denen es Kindern allenfalls durch NGOs ermöglicht wird, eine Schule zu besuchen, um Lesen und Schreiben zu lernen.

Doch auch in Deutschland, wo es eine Schulpflicht gibt und Lesen und Schreiben klare Bestandteile des Lehrplans sind, ist der Zugang zu Büchern nicht selbstverständlich. Die soziale Herkunft ist häufig ausschlaggebend für die Lese- und Sprachkompetenz. In vielen Haushalten gibt es kein einziges Buch. Den Kindern wird es durch ihre Eltern nicht beigebracht, sich auf einen Text zu konzentrieren und ihn zu verstehen. Auch fehlt im Elternhaus oftmals ein Rückzugsort, um sich auf einen Text zu konzentrieren. Dies führt dazu, dass es Kindern im Unterricht häufig an Selbstbewusstsein fehlt, sie Ausgrenzung erfahren und in ihren Leistungen abfallen.

Um diesem Missstand vorzubeugen, gibt es inzwischen viele ehrenamtliche Initiativen, von denen wir Ihnen heute zwei Vereine aus Hamburg vorstellen möchten:

Mentor – Die Leselernhelfer Hamburg e. V.
Mit dem Projekt „Starke Kinder können lesen!“ setzt die Initiative da an, wo Schulen nicht mehr leisten können. In einer 1:1 Betreuung liest ein Mentor mit jeweils einem Kind und kann so optimal auf den jeweiligen Förderbedarf eingehen. Die Bücher werden nach dem Interesse des Kindes ausgewählt, um auch inhaltlich die Freude am Lesen und Verstehen zu wecken. Für manche Lesekinder ist die Lesestunde eine einzigartige Begegnung mit einem Erwachsenen, der zuhört, sich Zeit nimmt und auf das Kind eingeht. Die Mentoren arbeiten eng mit den Lehrern zusammen. Derzeit werden an 111 Hamburger Schulen rund 1.000 Kinder von Lesementoren betreut. Knapp 30 Schulen stehen mit rund 500 Kindern regelmäßig zum Schuljahresbeginn auf der Warteliste des Vereins. Ehrenamtliche Leselernhelfer sind also immer willkommen!

Leseleo e.V.
Genau wie die Leselernhelfer setzt auch der Verein Leseleo auf 1:1 Lesepatenschaften. Beginnend in der Kita- und Grundschulphase wird so bereits die frühkindliche Sprachbildung gefördert, um einen guten Bildungsweg zu ebnen und die kulturelle Teilhabe zu stärken. Über das Lesen hinaus entstehen meist innige Verbindungen zwischen den Paten, den Kindern und deren Familien. Um diesen persönlichen Austausch und die kulturelle und soziale Teilhabe weiter zu fördern, werden im Rahmen des Projekts auch gemeinsame Ausflüge organisiert.

Beide Vereine leisten einen wichtigen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit. Sie arbeiten ausschließlich spendenbasiert und sind somit auf Zeit- Geldspenden angewiesen, um die kleinsten Mitglieder der Gesellschaft auch weiterhin zu fördern und ihnen einen guten Start zu ermöglichen.

 

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