HanseMerkur

Achtung: Neue Bewerbungsfrist!

Bewerben Sie sich schon jetzt für den HanseMerkur Preis für Kinderschutz 2020. Die Bewerbungsfrist endet am 30. September 2020. Weitere Informationen finden Sie hier.

Sport & Gesundheit

Jedes Leben zählt

Der heutige Welt-Tuberkulose-Tag wird jährlich zum Anlass genommen, um auf das nach wie vor große globale Gesundheitsproblem Tuberkulose und den engen Zusammenhang zu Armut aufmerksam zu machen. Tuberkulose ist eine in der Regel gut behandelbare Infektionskrankheit, an der weltweit dennoch jedes Jahr etwa 10 Millionen Menschen erkranken und etwa 1,5 Millionen sterben – und die damit mehr Todesfälle verursacht als jede andere Infektionskrankheit bisher…

Veröffentlicht von Marie Mävers am 24. März 2020

Am 24. März 1882 beschrieb der deutsche Mediziner Robert Koch, Namensgeber des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin, erstmals den Erreger der Tuberkulose, das „Mycobacterium Tuberculosis“. 100 Jahre später erklärte die Weltgesundheitsorganisation WHO den 24. März zum Welt-Tuberkulose-Tag. Der heutige Welt-Tuberkulose-Tag steht allerdings im Schatten eines neuen Krankheitserregers, des Virus SARS-CoV-2, der weltweit eine Pandemie ausgelöst hat.

Dennoch nimmt die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) den Welt-Tuberkulose-Tag zum Anlass, um auch im Jahr 2020, in Zeiten von Corona, auf die Infektionskrankheit mit der bisher höchsten Todesrate aufmerksam zu machen. Denn für Tuberkulose-Betroffene stellt der Virus SARS-CoV-2 eine extreme Gefahr dar: Ihre Lungen sind aufgrund der Erkrankung vorgeschädigt, ihre Grundkonstitution armutsbedingt schlecht und es fehlt ihnen an Zugängen zu adäquater Gesundheitsversorgung. Darum ist davon auszugehen, dass die jährlich rund 1,5 Millionen Tuberkulose-Todesopfer infolge von Corona noch weiter steigen werden. Und so appelliert Burkard Kömm, DAHW-Geschäftsführer, anlässlich des 38. Welt-Tuberkulose-Tags: „Auch wenn wir in Sorge um unser eigenes Wohl sind: Diese Menschen dürfen wir nicht vergessen. Jedes Leben zählt!“

Nachdem auf der Corona-Weltkarte bis vor kurzem der afrikanische Kontinent noch ein weißer Fleck war, vermelden heute bereits 38 Staaten des Kontinents Fälle von Sars-CoV-2. Am vergangenen Samstag meldeten der Kongo und Simbabwe ihre ersten Todesfälle durch die Erkrankung. Die schlechte Gesundheitsversorgung auf dem afrikanischen Kontinent birgt die Gefahr, die katastrophale Ausbreitung wie in China und Italien, um ein Vielfaches zu übersteigen. Der deutsche Virologe und landesweite Corona-Experte Christian Drosten schaut mit Sorge nach Afrika. „In den afrikanischen Ländern wird in diesem Sommer der Peak der Infektionen auftreten. Ich mag mir gar nicht ausmalen, welche Bilder man sehen wird. Wir werden noch erleben, dass die Leute daran auf den Straßen sterben in Afrika. Die Situation wird schlimm sein, sehr schlimm“ Als Beispiel führt er an, dass Kenia, ein Land mit rund 50 Millionen Einwohnern, gerade einmal über 130 Intensivbetten verfügt. In Deutschland sind es zum Vergleich über 28.000.

Bill und Melinda Gates engagieren sich bereits seit 1999 durch die Arbeit ihrer Foundation für die Verbesserung der globalen Gesundheits- und Agrarsysteme. Durch die hochrangige Forschungsarbeit der Bill und Melinda Gates Foundation, möchten sie vor allem in den Entwicklungsländern stark armutsbedingte Krankheiten wie Tuberkulose bekämpfen.

Bereits seit Jahren warnt Bill Gates die Welt vor der möglichen Gefahr einer Pandemie und berichtete konkret 2017 in einem Gastbeitrag für „Business Insider USA“, dass die „nächste Epidemie ein extrem ansteckender und tödlicher Grippestamm“ sein könnte. Nicht weniger setzt er sich jetzt durch seine Stiftung ein, um neue Wege zur Behandlung des neuartigen Coronaviruses zu eröffnen. Zusammen mit der Non-Profit-Organisation Wellcome und Mastercard investierte er im Februar gemeinsam 125 Millionen US-Dollar in Forschungszwecke. „In der vergangenen Woche hat COVID-19 Ausmaße angenommen, die sehr nah an jenen gefürchteten Erreger herankommen, den es nur ein Mal in einem Jahrhundert gibt und über den wir uns immer Sorgen gemacht haben“, äußerte sich Gates im Februar im Zuge seines Engagements und seinem Willen, kein Menschenleben aufgeben zu wollen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*