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Beruf & Familie

Jugendberufsagentur

Der Einstieg in das Berufsleben ist für keinen Jugendlichen leicht. Auf dem Weg zum Erwachsen werden drängt sich irgendwann automatisch die Frage auf: Was möchte ich eigentlich werden? Und wenn ich das weiß, wie komme ich dahin? Noch schwerer gestaltet sich diese Frage, wenn einem durch das Einkommen der Eltern nicht alle Türen offen stehen. Diese Kinder unterstützt die Jugendberufsagentur.

Veröffentlicht von Marie Mävers am 26. November 2018

Die Jugendberufsagentur (JBA) Berlin, am Standort Friedrichshain-Kreuzberg, hilft Jugendlichen deren Eltern Hartz IV beziehen, den Einstieg ins Berufsleben zu schaffen. Die Zahl der zu unterstützenden Kinder ist nicht klein. Immerhin lebt in Deutschland jedes siebte Kind unter 18 Jahren von Hartz IV. Der Bedarf zu handeln wird allerdings erst deutlich, wenn man sich weitere Statistiken vor Augen führt. Laut einer OECD-Studie dauert es in Deutschland sechs Generationen, umgerechnet 180 Jahre, um sich von ganz unten in die Mittelschicht zu kämpfen. Sozialleistungen zu beziehen ist hierzulande also fast schon richtungsweisend für die Zukunft. Zumindest dann, wenn den Jugendlichen nicht geholfen wird. „Manchmal genügt ein ganz sanfter Druck in die richtige Richtung“, bestätigt auch Florian Mader, Berater der JBA Berlin. 

Insbesondere in Berlin ist die Notwendigkeit zur Unterstützung sehr dringlich. Denn die Jugendarbeitslosigkeit in Berlin ist, gemessen an den Arbeitslosenquoten der unter 20-Jährigen und der unter 25-Jährigen, seit Jahren die höchste im Vergleich mit den anderen Bundesländern. Gleiches gilt für die Quote der jungen Menschen unter 25 Jahren ohne einen Berufsabschluss. Umso mehr Bedeutung kommt dem Slogan der JBA in Berlin zu: „Weil deine Zukunft zählt!“

Die Berater um Florian Mader werden hauptsächlich in beratender Funktion tätig. Aktuell betreut allein er 190 Jugendliche. Die Berater schauen sich die Zeugnisse der Jugendlichen an und finden in Gesprächen heraus was sie wollen. Darauf aufbauend helfen sie bei Bewerbungen für das Studium, die Ausbildung, den Beruf oder Praktikumsplätze. Zusätzlich können Gutscheine für ein Bewerbertraining ausgestellt werden, um die Jobsuche zu vereinfachen. Weiterführend ist auch die Thematik um BAföG wichtig, ob die Jugendlichen darauf ein Anrecht haben und wie man sich dafür bewirbt. „Das richtige Maß an Unterstützung sei entscheidend“, meint Florian Mader. Denn auch die Jugendlichen die zu viel Aufmerksamkeit und sogar Druck von zu Hause in der Berufswahl erfahren, haben es nicht leicht. 

Die Jugendberufagenturen werden von jedem Bundesland selbständig geleitet und gefördert. Eine sehr wichtige Arbeit, die vor allem präventiv große Auswirkungen auf unsere Gesellschaft von Morgen hat. 

Weiterführende Informationen erhalten Sie auf der Homepage der Jugendberufsagentur Berlin.

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