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Kinderschutz

Kleine Welt im Worldwide Web

Was für tolle Sachen passieren, wenn man gut vernetzt ist, können Sie in diesem Beitrag lesen. In den Hauptrollen zwei ehemalige Preisträger: Ein Platz für Kinder e.V., Straßenkinder e.V. und natürlich wir!

Veröffentlicht von Silke Hirschfeld am 23. März 2018

Als ich im Januar im Urlaub war, las ich auf Facebook einen Beitrag, den Johanna Ruoff, die Stifterin des Ein Platz für Kinder e.V., dem Hauptpreisträger des HanseMerkur Preises für Kinderschutz 2014, geteilt hat. Der Beitrag war ein Hilferuf vom Straßenkinder e.V., der wiederum 2011 mit dem Hauptpreis ausgezeichnet wurde. Der Verein benötigte dringend ausgediente Smartphones für seine Streetworker. Da in unserem Haus regelmäßig alte Dienstgeräte ausgetauscht werden, konnten wir hier schnell und unkompliziert helfen. Die Kollegen aus unserer IT haben sich ordentlich reingehängt, um die Geräte schnell wieder flott zu machen.

Wer nun denkt, dass es Luxus ist, einen Streetworker mit einem iPhone auszustatten, irrt gewaltig! Es gehört mittlerweile zur Basisausstattung, damit die Betreuer in der Lage sind, den Kontakt zu den Jugendlichen zu halten: „Die mobile Erreichbarkeit unseres Streetworkteams ist für die tägliche Arbeit nicht wegzudenken und so sind die gespendeten Telefone auch bereits im Einsatz. Mithilfe der Smartphones können wir nun auch flexibel und mobil über Soziale Medien junge Menschen erreichen, die uns in Krisensituationen kontaktieren. Zudem ist es uns durch die ‚Telefon- bzw. Nachrichten-Beratung‘ auch möglich, Jugendliche noch vor dem Verlust des Wohnraums, oder in anderen schwierigen Lebenssituationen zu erreichen, da diese über niedrigschwellige Kontaktmöglichkeiten (Whatsapp, SMS etc.) schnelleren Zugang zu unseren Hilfsangeboten erlangen.“, erklärt uns Friederike Nitsch vom Straßenkinder e.V.

Mobiles BeratungsfahrzeugDer Straßenkinder e.V. setzt sich inzwischen seit über 18 Jahren für Kinder, Jugendliche und junge Menschen ein, die aus dem gesamten Bundesgebiet kommen und in Berlin auf der Straße leben. Dabei sind sie mobil in der ganzen Stadt unterwegs, suchen einschlägige Plätze auf und bieten den jungen Menschen Unterstützung in Notsituationen, wie z. B. durch eine Essenausausgabe, die Ausgabe von Schlafsäcken und warmer Kleidung, aber auch durch die mobile Beratungsarbeit mithilfe des Beratungsfahrzeugs. Darüber hinaus unterstützen sie die jungen Leute auf der Straße auch durch Anlauf- und Beratungsstellen in Berlin-Friedrichshain, in welchen diese sich duschen und ihre Kleidung waschen können.

„In der Szene der Straßenjugendlichen und jungen Wohnungslosen (oder von Wohnungslosigkeit bedrohten Jugendlichen) sind viele, trotz des materiellen Mangels, noch mit Telefonen ausgestattet und halten darüber Kontakt mit wichtigen Bezugspersonen. Für die jungen Menschen, die wir betreuen, sind wir oftmals die einzige Stelle, bei der sie nachhaltig Hilfe in ihrer Situation bekommen. Insbesondere bei Minderjährigen, die von Zuhause abgängig sind, ist ein direkter und lebensweltnaher Zugang dringend notwendig, um schnell und in Notfällen reagieren zu können und auch unterwegs direkte Hilfe anzubieten. Mit den Geräten der HanseMerkur können wir unsere Angebote dementsprechend ausweiten und so die Zielgruppe noch effektiver erreichen, vor allem dann, wenn besonders akut Hilfe benötigt wird.“, so Nitsch.

Die Arbeit des Straßenkinder e.V. finanziert sich zu fast 100% aus Spenden, weshalb sich der Verein über Förderer und Unterstützer freut, die helfen, die tägliche Hilfe für die Kinder und Jugendlichen umzusetzen. Dabei sind insbesondere regelmäßige Spenden oder die Übernahme von Patenschaften hilfreich sowie die Unterstützung durch Sachspenden und benötigtes Zubehör.

Für gemeinnützige Vereine ist ein gutes Netzwerk besonders wichtig und hier leisten Facebook & Co. einen wertvollen Beitrag. Natürlich nur, wenn gute Seelen solche Hilferufe auch teilen.

 

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