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Umwelt & Nachhaltigkeit

Klima Basics: Earth Hour

Es ist leider kein Aprilscherz: Die Menschheit hat die Ressourcen, welche die Natur in einem Jahr wiederherstellen kann, 2018 in sieben Monaten und einem Tag verbraucht. Dass dieser sogenannte Earth Overshoot Day auch 2019 zu diesem frühen Zeitpunkt eintreten wird, zeigen leider alle Prognosen.

Veröffentlicht von Marie Mävers am 1. April 2019

Die Weltbevölkerung lebt derzeit so, als hätte sie 1,7 Erden zur Verfügung. Die Menschen nutzen die Natur also 1,7-mal schneller, als Ökosysteme sich generieren können. Das bestätigen die Zahlen der Organisation Global Footprint Network. Sie berechnet den Earth Overshoot Day mithilfe des Ökologischen Fußabdrucks. Auf der Homepage der Initiative können Sie selbst Ihren eigenen Fußabdruck berechnen lassen und einsehen, wie die gesamte Weltbevölkerung auf Basis des ökologischen Fußabdrucks als Gefahr für unsere Erde eingestuft wird. Dass wir unsere Erde zerstören beweisen nicht nur die Zahlen des Global Footprint Networks, nicht zu unterschätzen sind auch die Worte „Ich will, dass ihr in Panik geratet!“ der jungen Klima-Aktivistin Greta Thunberg, die erst kürzlich mit der Goldenen Kamera für ihr Engagement ausgezeichnet wurde. Durch Demonstrationen und direkte Appelle an die Gesellschaft und die Politik, werden die Menschen zum Handeln aufgerufen unsere Erde zu retten.

Die weltweit größte Umweltschutzaktion ereignete sich am vergangenen Samstag. Unter dem Motto Licht aus – damit anderen eins aufgeht“ fand zum 13. Mal die Earth Hour statt. Organisiert und angetrieben durch die Umweltschutzorganisation WWF nahmen dieses Jahr auch in Deutschland wieder knapp 400 Städte an der dunklen Stunde teil, die ein umso helleres Zeichen für den Klimaschutz setzen soll.

Der Ursprung der Umweltschutzaktion befindet sich in Sydney. Bei der ersten Earth Hour am 31. März 2007 nahmen 2,2 Millionen australische Haushalte teil und schalteten bei sich zu Hause für eine Stunde das Licht aus. Bereits ein Jahr später erreichte die Earth Hour 370 Städte in 35 Ländern verteilt über 18 Zeitzonen. Die dunkle Stunde für unseren Planeten wurde von da an zu einer globalen Bewegung. Neben den Privathaushalten nehmen jedes Jahr immer mehr Städte an der Aktion teil und lassen ihre Wahrzeichen und Hauptgebäude im Dunkeln. Im Jahr 2018 verschwanden auf diese Weise 7000 Wahrzeichen in mehr als 180 Ländern. Darunter befanden sich auch dieses Jahr wieder das Empire State Building in New York, die Akropolis in Athen und das Brandenburger Tor in Berlin.

„Die Vielfalt des Lebens auf unserem Planeten ist akut bedroht. Wenn wir weitermachen wie bisher, wird allein durch den Klimawandel die Hälfte aller Spezies aus den bedeutendsten Naturregionen verschwinden”, warnt Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland. “Wie sehr uns Artenverlust ins Mark treffen kann, verdeutlicht schon heute das Bienensterben. Es ist höchste Zeit, dass wir unsere Wirtschafts- und Lebensweise an unseren Planeten anpassen und nicht umgekehrt“. Die WWF sorgt im Zuge der Earth Hour durch Handlungsbeispiele für mehr Klimaschutz und macht mit Aktionen rund um die dunkle Stunde auf die Erderwärmung aufmerksam. Eine zentrale Veranstaltung in Berlin war das „Fahrradkino“ am Pariser Platz. Freiwillige konnten auf Fahrrädern in die Pedale treten, um Strom zum Betrieb eines Projektors zu erzeugen.

Auch die Organisatoren der „Fridays for Future“-Demonstrationen setzten zu dieser Stunde wieder ein Zeichen. Im Rahmen der Earth Hour riefen sie zur ersten „Fridays for Future“-Demo an einem Samstag auf. Von 19:30 bis 20:30 Uhr gingen die Schüler in Krefeld zum ersten Mal im Dunkeln auf die Straße, um mehr Klimaschutz zu fordern.

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