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Umwelt & Nachhaltigkeit

Klima Basics: Menschengemachter Treibhauseffekt

In den letzten Klima Basics haben wir Ihr Wissen aufgefrischt, wie die Erde sich selbst reguliert und somit das Klima auf einer durchschnittlichen Temperatur von um die 14°Grad hält.

Veröffentlicht von Marie Mävers am 4. März 2019

Der letzte Beitrag hat Sie vielleicht überrascht, denn mit dem Wort Treibhauseffekt verbinden die meisten von uns den Klimawandel – das dieser dafür verantwortlich ist, dass sich unsere Erde erwärmt. Wie bereits erläutert ist der Treibhauseffekt im Ursprung die Selbstregulierung der Erde. Wir Menschen haben aber, mit unterschiedlichen Verhaltensweisen, dafür gesorgt den Treibhauseffekt aus dem Gleichgewicht zu bringen. Der menschengemachte Treibhauseffekt bringt deutlich zu viele Treibhausgase hervor, als es in dem natürlichen Treibhauseffekt der Erde vorgesehen ist. Die menschengemachten Treibhausgase verhindern, ebenso wie die natürlichen, den Austritt der Wärmestrahlung von der Erde ins Weltall. Dadurch kommt es zu einer globalen Erwärmung der Erde.

Wie ist es dazu gekommen?

Hauptursache sind die zur Energiegewinnung Verbrennung fossiler Brennstoffe. Unter diese fallen Braunkohle, Steinkohle, Torf, Erdgas, und Erdöl. Diese Form von Energiegewinnung war im Jahr 2014 für 85 Prozent des weltweiten CO2-Ausstosses verantwortlich. Fünf weitere Prozent für die Zementproduktion und die übrigen 10 Prozent für die Landnutzungsänderungen. Darunter fallen größtenteils die fortschreitende Entwaldung in Europa und Nordamerika (allen voran der Regenwald). Durch das Erschließen dieser Gebiete, durch Straßenbau und Abwandlung in Weideland, sind in dem Zeitraum von 2000 bis 2009 eine Waldfläche von durchschnittlich 35 Fußballfeldern pro Minute verlorengegangen. In den vergangenen 10 Jahren wurden durch uns Menschen durchschnittlich 39 Gigatonnen CO2 in die Atmosphäre abgegeben. Diese Massen bringen den natürlichen Kohlenstoffkreiskauf aus dem Gleichgewicht – das CO2 verbleibt entweder in der Atmosphäre und verhindert den Wärmesaustritt oder wird von unserer Atmosphäre aufgenommen z.B. in den Böden und Ozeanen. Das birgt ebenso große Gefahren wie der Verbleib in der Atmosphäre. Insbesondere die Ozeane werden durch die CO2 Aufnahme immer „saurer“ und damit wird deren Ökosystem massiv gestört.

Neben CO2 wirken auch Methan (CH4) und Lachgas (N2O) als Treibhausgase. Methan wird zu einem Drittel ebenfalls durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe freigesetzt. Zu einem weiteren Drittel durch die Viehhaltung, insbesondere durch die berüchtigte Verdauung der Rinder und Kühe. Das restliche Drittel des Methan-Ausstoßes setzt sich aus den Zersetzungen der Mülldeponien, Zersetzungsprozessen beim Nassanbau von Reisfeldern und die Verbrennung von Biomasse zusammen.

Lachgas gelangt zum Großteil durch unsere Landwirtschaft in die Atmosphäre. Es setzt sich aus den Ausscheidungen von Nutztieren und den Ausstößen durch den Einsatz von Dünger zusammen.

Grafik aus dem Buch „Kleine Gase, große Wirkung.“ S.44

In welchem Ausmaß trägt Deutschland zur CO2-Emmission der Welt bei?

Es ist immer leicht die Schuld jemand anderem zuzuweisen. Auf diese Weise wird in der heutigen Zeit meist China und der asiatische Raum für ihre großen CO2-Emmissionen an den Pranger gestellt. Mit aktuell ca. 29 Prozent der weltweiten CO2-Emmissionen ist China führend, trotzdem ist diese Aussage sehr gefährlich. Betrachtet man nämlich den globalen CO2-Ausstoß von 1918 bis 2012, sind die EU und die USA für den Großteil der Emissionen verantwortlich. Aus dieser Statistik wird deutlich, dass vor allem die EU und die USA für den Anstieg der Temperatur, seit Beginn der Industrialisierung, verantwortlich sind.

Ist es zu bereits zu spät um zu handeln?

Nein

Wie?

Fortsetzung folgt nächste Woche…

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