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Kultur

„Man sieht nur mit dem Herzen gut“

Schon am 24. März hatten wir auf die Deutschlandpremiere der Tanzproduktion „Ein kleiner Prinz“ mit dem Bundesjugendballett und Julius Winkelsträter von den Integrativen barrierefreien Gruppen des TV Schiefbahn 1899 (Preisträger des HanseMerkur Preises für Kinderschutz 2012) hingewiesen. Nun war am 28. Juni im Ernst Deutsch Theater Hamburg Premiere. Am 18. August 2016 geht es im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin weiter.

Veröffentlicht von Heinz-Gerhard Wilkens am 30. Juni 2016

Deutschlandpremiere in Hamburg

Die Botschaft des Romans von Saint-Exupéry in Tanz zu übersetzen, ist Choreograph Kevin Haigen mit „Ein“ kleiner Prinz nicht nur gelungen. Indem er die Kernbotschaft von Le Petit Prince über den 17-jährigen Julius, einen Integrationssportler mit Down Syndrom und Theater-AG-Erfahrung transportiert, entfaltet sich die zarte Melancholie der Literaturvorlage: „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Und so gleiten, schweben und fliegen auch die Zuschauer durch 13 Szenen mit magischen und zugleich reduzierten Bühnenbildern, mit Musikern, die das Tanztheater virtuos und sensibel begleiten, mit acht jungen Tänzern des Bundesjugendballetts und Ballettmeister Yohan Stegli als „Pilot“ – und mit Julius, der die poetische Essenz der weltberühmten Erzählung verkörpert. Es entstehen Traumbilder in selten gesehener poetischer Schönheit und von unbeschreiblicher Anmut. Mit einer exzellenten Musikauswahl zwischen Maurice Ravel und Edward Elgar, zwischen Max Reger und Anton Webern. Stimmen aus dem Off bündeln die Eindrücke: „Sind wir wertlos, weil wir nicht perfekt sind?“ Oder: „Wie wenig Lärm machen die wirklichen Wunder. Wie einfach sind die wesentlichen Ereignisse.“ Nach 70 Minuten nicht enden wollender Applaus und viele Tränen…

Julius mit John Neumeier und Kevin Hagen
Julius mit John Neumeier und Kevin Hagen

Prof. John Neumeier, Gründer des Bundesjugendballetts vor fünf Jahren, rang auf der Premierenfeier um Worte: „Manchmal gehen Träume in Erfüllung. Ganz selten ist es so, dass man träumt und die Wirklichkeit ist noch viel schöner. Das ist die Essenz des Tanzes: intensive und starke Kommunikation, welche die Menschen bewegt. I was speechless.“

Wir haben das Bundesjugendballett und Julius bei der Probenarbeit beobachtet:

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