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Umwelt & Nachhaltigkeit

Mit 27.000 für die Fahrradstadt Hamburg

Seit 1995 ruft ein breites Bündnis von StadtRAD bis zum Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (adfc) unter dem Motto „Mobil ohne Auto“ zur Fahrradsternfahrt (www.fahradsternfahrt.info) durch Hamburg auf. Auch ein kleines Team der HanseMerkur schwang sich am 17. Juni 2018 in den Sattel und rollte auf einer der 22 Routen mit. Am Ende standen nach viereinhalb Stunden 45 km auf dem Tacho und viele witzige Begegnungen und bleibende Eindrücke.

Veröffentlicht von Heinz-Gerhard Wilkens am 19. Juni 2018

„Sternfahrt“, das merkt der geübte Biker recht schnell, hat nur passagenweise etwas mit zügigem Radfahren zu tun, vielmehr mit Schieben, Stehen, bei niedrigem Tempo Balancieren und an Autobahneinfahrten oder Brücken Warten beim Einfädeln. Dafür wird man aber auch belohnt. Beim Radeln auf der A255 nach Wilhelmsburg, durch Eindrücke im Straßendorf Moorburg hinter dem Elbdeich oder beim Queren der Köhlbrandbrücke mit einem spektakulären Blick über Hafen und Stadt in luftiger Höhe. Wenn sich auch unsere Kleingruppe im Gewühl oft verlor, so durften wir neue Bekanntschaften machen. Etwa mit der ehemaligen Vorstandssekretärin Ingeborg Andresen, die in rüstigem Alter mit ihrem Fahrrad ohne Gangschaltung (!) den Köhlbrand bei zügigem Tempo querte. Chapeau! Von den 80 Startpunkten der Sternfahrt hatten sich übrigens nicht nur klassische Zweiradfahrer auf den Weg gemacht. Im Massenfeld waren auch Pedelecs, Karbon-Liegeräder, Transport-Bikes, Inline Scater, Einräder und Tandems unterwegs. In harmonischem Nebeneinander, das nur durch einige Rufe der am Sonntag staugeplagten Autofahrer wie „Scheiß-Radfahrer“ gestört wurde.

Dabei ist es das Ziel der Fahrradsternfahrt, das respektvolle Nebeneinander im Verkehr zu fördern, etwa durch verbesserte Bedingungen für das Radfahren in der Stadt oder durch die Einführung von Abbiegeassistenten bei LKW. Und natürlich gab es bei der Abschluss-kundgebung auf dem Rathausmarkt Applaus für das Ziel des Hamburger Senats, den Anteil des Radverkehrs am Verkehrsaufkommen der Hansestadt im nächsten Jahrzehnt von derzeit 12 Prozent auf 25 Prozent zu steigern. „Hamburg – für Autos viel zu schön“, stand auf einem Plakat. Kirsten Pfaue, Hamburgs Radverkehrskoordinatorin, sagt: „Wir schaffen gute Angebote zum Switchen zwischen ÖPNV, Fahrrad und Leihwagen. Moderne Apps zeigen uns die beste Route oder die schnellste Kombination von Verkehrsmitteln.“

Für alle, die nicht dabei waren, haben wir ein paar Impressionen festgehalten.

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