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Umwelt & Nachhaltigkeit

Mit Bikinis die Weltmeere säubern

In der Textil- und Bekleidungsbranche sind die großen Player wie Nike und Adidas schon lange auf den Zug der Nachhaltigkeit aufgesprungen, indem sie Sneakers und Klamotten aus recycelten Materialen herstellen lassen. Dass diese positive Entwicklung auch im kleinen Business als ausschließliches Geschäftsmodell funktioniert, beweisen jetzt zwei Hamburgerinnen mit einer innovativen Idee. 

Veröffentlicht von Marie Mävers am 28. Juli 2020

Es klingt wie der Traum vieler junger Erwachsener: Im Süden studieren, in den Freistunden surfen und nebenbei noch den Grundstein für die eigene Zukunft legen. Diesen Traum haben Teresa und Kim gelebt und durch ihr Studium in Lissabon und ihrer entdeckten Leidenschaft für das Surfen sogar noch eine nachhaltige Geschäftsidee entwickelt. Denn bei der Schönheit von Meer, Sonne und Strand ist den beiden vor allem eines aufgefallen: die vielen angeschwemmten Fischernetze. Kein Wunder, denn 50 Prozent des sich im Meer befindenden Plastiks besteht aus Fischernetzen und werden demnach auch als „Geisternetze“ bezeichnet, weil sie ganze Ökosysteme zerstören.

Aus dieser Zeit ist eine Idee entstanden, die sie in ihrem Start-up WONDA swim vereinen konnten. Die jungen Gründerinnen lassen direkt in Portugal Bikinis und Sport-BH’s aus Fischernetzen und Plastikmüll aus dem Meer herstellen. Der Stoff, der aus den Fischernetzen entsteht, ist extrem widerstandsfähig und resistent zum Beispiel gegen Chlor, Sonne oder Sonnencreme.

Nachhaltigkeit war ihnen auch beim Design ihrer Bademode wichtig. Denn die Wegwerfkultur die die Fast Fashion Industrie befeuert, hat nicht nur gravierende Folgen für unsere Umwelt, sondern auch auf die Lebensbedingungen anderer Menschen. „Daher verwenden wir ausschließlich qualitativ hochwertige Materialien, die wir ausgiebig testen und setzen bei den Designs unserer Modelle auf schlichte Farben und zeitlose Schnitte. Man muss nicht jede Saison einem neuen Trend folgen“, erklären die Gründerinnen. Eines der wichtigsten Aspekte war auch die Passform der Bikins. Da die weiblichen Körperformen sehr unterschiedlich sind, gibt es bei WONDA für alle verschiedenen „Bodyshapes“ passende Ober- und Unterteile. Bei Frauen unterscheidet man in jeweils neun  Bodyshapes – obenrum und untenrum. Auf der Website können Sie anhand eines kleinen Quizes den für sich perfekt sitzenden Bikini ausfindig machen. Es soll somit nicht passen, sondern auch Selbstvertrauen in den eigenen Körper geschaffen werden.

Mit jeder Online-Bestellung spendet WONDA außerdem einen Euro an die Lisbon Surfrider Foundation. Dies ist eine gemeinnützige Organisation, deren Ziel es ist, die Bedeutung von Flüssen, Seen und Ozeanen in Portugal zu schützen. Zusätzlich ruft das Start-up regelmäßig zu gemeinsamen Clean-Ups auf, bei denen die Community zu einer festgelegten Zeit selbst aktiv wird und jeder für sich Müll aufsammeln geht.

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