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Umwelt & Nachhaltigkeit

Mit Handy-Recycling die Artenvielfalt bewahren

Haben Sie sich auch schon gewundert, dass Sie bei längeren Fahrten auf der Autobahn im Frühjahr und Sommer nicht ständig anhalten müssen, um das Wischwasser des Autos nachzufüllen, denn die Frontscheibe war immer wieder voller Insekten. Das sind meine Kindheitserinnerungen, als wir uns im Sommer auf Richtung Süden gemacht haben. Die Fahrten gibt es immer noch, die Anzahl der Insekten auf der Frontscheibe sind aber erschreckend weniger geworden. Heute ist Internationaler Tag der biologischen Vielfalt und es fühlte sich bei diesen Gedanken, in den letzten Tagen beim Radfahren, überraschend gut an, viele kleine Viecher auf dem Pulli und auch mal im Auge zu haben – denn selbstverständlich ist das nicht mehr.

Veröffentlicht von Marie Mävers am 22. Mai 2020

Seit 2001 wird der 22. Mai als „Internationaler Tag der biologischen Vielfalt“ gefeiert. Er erinnert an den 22. Mai 1992, an dem der Text des Übereinkommens über die biologische Vielfalt offiziell angenommen wurde. Die Vereinten Nationen haben Ende 2000 den Tag vom 29. Dezember, dem Tag, an dem 1993 die Convention on Biological Diversity (CBD) in Kraft trat, in den Mai verlegt. Die Ziele der Konvention sind die Erhaltung der biologischen Vielfalt, die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile sowie die ausgewogene und gerechte Aufteilung der sich aus der Nutzung der genetischen Ressourcen ergebenden Vorteile.

In unserer heutigen Welt rechnet man mit insgesamt über zwei Millionen verschiedenen Arten. Es gibt sogar Wissenschaftler, die von fünf bis 15 Millionen Arten ausgehen. Im deutschen Bundesgebiet sind schätzungsweise 4.105 Pflanzenarten und 44.787 vielzellige lebende Tierarten bekannt und dokumentiert.

Ein tolles Projekt zur Erhaltung der Artenvielfalt haben der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und die Telefónica Deutschland Group bereits 2011 gestartet. Bis 2019 wurde für das NABU-Projekt „Alte Handys für die Havel“ gesammelt. Jetzt fließt das Geld in den NABU-Insektenschutzfonds. Und nicht nur der Erlös aus den gesammelten Althandys fließt in den Umweltschutz – die Wiederverwendung von Handys und damit eine Verlängerung der Nutzungsdauer, spart 58 Kilogramm CO2 und 14 Kilogramm Ressourcen. Nach Angaben des Digitalverbands Bitkom schlummern mehr als 105 Millionen alte Handys und Smartphones in deutschen Schubladen. Ausgediente Handys in den Hausmüll zu werfen oder an illegale Händler zu geben, schadet der Umwelt und ist auch gesetzlich verboten. Im Jahr 2019 flossen durch die Spenden der ausgedienten Geräte 50.000 Euro in den NABU-Insektenfonds. Wenn auch Sie Ihr Altgerät der NABU spenden möchten, finden Sie hier weitere Informationen zu Abgabeorten oder kostenlosen Versandetiketten.

Wenn Sie selbst Ihre ausgedienten Geräte fit machen können, gibt es auch weitere Möglichkeiten es an Menschen weiterzugeben, die kein solches Kommunikationsmittel besitzen, aber dringend benötigen. Die HanseMerkur hat in diesem Sinne wieder einmal ausgediente Firmen-Smartphones durch ihre IT überholen lassen und sie dann der Hanse-Betreuung gemeinnützige GmbH gespendet. Die ausgebildeten Fachkräfte unterstützen und begleiten Familien und Erwachsenen in schwierigen Lebenslagen. Die von ihnen betreuten Menschen sind aufgrund ihrer gesundheitlichen Einschränkungen häufig von Isolation und Vereinsamung betroffen. Besonders in der jetzigen Corona-Krise und den damit verbunden zusätzlichen Kontakt-Beschränkungen würde sich ihre Situation ohne telefonische Kommunikationsmöglichkeit zusätzlich verschlechtern. Da nicht alle Klientinnen und Klienten ein Handy oder einen Festnetzanschluss haben und auch nicht über die finanziellen Mittel verfügen, sich ein solches zu kaufen, sind sie auf gespendetes Handy angewiesen. Auf diese Weise kann die Betreuung auch mit dem verhängten Kontaktverbot weiterlaufen und die Menschen haben vor allem eine Möglichkeit miteinander zu kommunizieren.

Ein Mitarbeiter der HanseBetreuung nimmt dankend die gespendeten Smartphones entgegen.

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