HanseMerkur

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Bewerben Sie sich schon jetzt für den HanseMerkur Preis für Kinderschutz 2019. Die Bewerbungsfrist endet am 31. August 2019. Weitere Informationen finden Sie hier.

Kinderschutz

Moin, moin, Fiona!

Die fünfzehnjährige Fiona ist die Tochter von Prof. Dr. Maud Zitelmann, die am 20. Juni 2019 den HanseMerkur Preis für Kinderschutz für das „Frankfurter Modell“ entgegennahm. Fiona durfte ihre Mama nach Hamburg begleiten, hat uns zwei Tage lang kräftig hinter den Kulissen unterstützt und war am nächsten Tag noch wo? Natürlich bei der Fridays4Future-Demo! Wie sie die Tage im Norden erlebt hat, lesen Sie in ihrem nachfolgenden Beitrag. Wir sagen schon einmal Danke, Fiona!

Veröffentlicht von Silke Hirschfeld am 8. Juli 2019

Moin, Moin!

Im Juni habe ich ein paar Tage in Hamburg verbracht und war bei der Preisverleihung für den Kinderschutz, die von der Hanse Merkur einmal jährlich ausgerichtet wird. Ich hatte eine fantastische Zeit mit einem Hammer-Team! Außerdem habe ich herausgefunden, weswegen die Friday for Future Demos in Hamburg trotz Schule so gut gefüllt sind.

Aber der Reihe nach. Am Mittwoch, den 19. Juni, kam ich mit dem Team der Frankfurt University of Applied Sciences und der Kinderschutzambulanz der Goethe-Universität in Hamburg an, dort haben wir die Stadt erkundet. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass in Hamburg mehr attraktive Jungen sind, als in Frankfurt? Wie auch immer – ab 18.00 Uhr war ich dann im Gebäude der HanseMerkur, wo ich sehr freundlich empfangen wurde. Es gab ein kleines Malheur, als es um die Proben für die Preisträger-Filme ging, denn Ton und Bild waren fast eine Minute auseinander, doch nach ca. vier Stunden war alles wieder synchron.

Später gingen wir dann in ein Restaurant, bei dem die Essens-Preise etwas im Magen hängen blieben. Auch etwas Gedanken machten uns die großen Spinnen über uns, welche der Kellner gerade noch von einem Sprung auf den Kopf meiner Mutter abhalten konnte. Mit einem breiten Lächeln erzählte er uns, dass die aus der Speicherstadt kämen und dass es echt wehtat, wenn sie einen beißen, was ich ihm auch ohne die Vorführung ihrer Talente glaubte.

Am nächsten Morgen kamen wir um 10.00 Uhr in dem Gebäude an, in dem die Preisübergabe stattfinden sollte. Ich bekam einen Ausweis mit dem ich fast durch jede Tür kam, das war echt cool, ebenso wie der große, aus Glas bestehende, Aufzug.

Eine geschlagene dreiviertel Stunde wurde der Tag der Preisverleihung mit den Preisträgern durchgesprochen und eine Kennenlernrunde veranstaltet, bevor es mit der Pressekonferenz weiterging. Vor der Presse wurden dann die einzelnen Themen vorgestellt.

Nach der Pressekonferenz, in der fantastische Kulis mit einem Marker verteilt wurden, kam das meiner Meinung nach sehr steife Pressefoto. Ich durfte mit zum Preisträger-Essen. Dabei entbrannte eine Diskussion, wie sie im Moment andauernd geführt wird, nämlich dass wir alle nur zu den Fridays for Future-Demos gehen, weil wir Schulschwänzer seien, die aber durch die Weltgeschichte fliegen würden. Zur Information: Über 90% von denen, die ich kenne, ist dieses Thema sehr wichtig und sie denken nicht einmal daran, ein Flugzeug zu betreten. Das Essen war grandios und die Köche haben sich wirklich ins Zeug gelegt. Leider konnte ich den Nachtisch nicht mitessen, da ich dann zur Generalprobe der Kinder von Confidance ging.

Nach vielen Stunden des Aufbaus und der Überredungskünste der Kasper, welche versuchten, dass möglichst viele in das Gästebuch schreiben, war es dann so weit, die Preisverleihung begann. Mit Äpfeln und Bananen versorgt, schaute ich mir das Spektakel von einer Treppe aus an. Es war etwas nervenaufreibend, aber die Filme waren echt gut. Einer handelte von dem Lehrkonzept von Teach First. Ich wusste bis dahin nicht, dass mit dem Kinderschutzpreis auch Bildungsprojekte ausgezeichnet werden. Dann kam unser Film zum Frankfurter Modell. Der Film war echt toll, mit vielen Infos usw., vielen Dank an Gregor Hense. Nach vielen weiteren Preisübergaben und Fotos gab es dann die After-Party, die war sehr schön, auch wenn es toll wäre, wenn man dort im Innenhof einen Pool in den Seitenflügel bauen würde.

Ich bin früher gegangen, weil ich müde war und der nächste Tag anstrengend werden sollte: ich traf um 10.00 Uhr vor dem Saturn ein, wo die Demo starten sollte, und suchte mir ein paar Leute, welche sehr nett aussahen und wir kamen gut ins Gespräch.

Seit Februar bin ich so oft wie möglich dabei (auch in den Ferien und an Feiertagen), ich finde, dass der Klimawandel eine massive Bedrohung für diese und kommende Generationen ist. Ich finde es echt unverschämt, dass sie in Hamburg anscheinend keine Fehlstunden für Friday for Future (FFF) eingetragen bekommen. Durch FFF habe ich 20 Fehlstunden! Für Hamburg ist die Klimakrise ja noch relevater, da die Elbe ja über die Ufer treten und Teile der Stadt überfluten würde. Die Demo war sehr kurz, sie dauerte nur eine Stunde, bei uns dauert sie drei. Auch wenn an diesem Tag viele zur Großdemo in Aachen waren, waren es immer noch viel mehr als bei uns in Frankfurt am Main, das fand ich etwas deprimierend. Die Sprüche waren weitgehend dieselben wie in Frankfurt. In Hamburg gab es auch viel mehr Geschupse und es gab ein großes Gedrängel, wer das Frontbanner tragen durfte. In Frankfurt wechseln sich die meisten mit dem Tragen ab. In Hamburg fahren viele mit dem Rad. Wer von Euch wusste, dass es 22 % der Bürger sind, die täglich damit zur Arbeit und zur Schule fahren? Ich wusste das noch nicht und finde das ein tolles Vorbild für Frankfurt.

Am Nachmittag fuhren wir dann wieder nach Frankfurt. Es gab einen Steinschlag, weshalb wir mit 50 kmh zum nächsten Bahnhof fuhren und dann umsteigen mussten.

Ich fand Hamburg toll. Ich mochte die meisten Menschen dort und habe das Bomben-Team der Hanse Merkur für die Gelassenheit bewundert. Die Demo hat viel Spaß gebracht, auch wenn die Demos in Frankfurt mir von der Stimmung besser gefallen

Vielen Dank für die Möglichkeit, dabei gewesen zu sein!

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