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Ethik & Gesellschaft

Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung

Genitalverstümmelungen bei Frauen und Mädchen sind ein Tabuthema. Sehr schockierend und wie es mit den meisten Tabuthemen so ist, auch in Deutschland leider gar nicht weit weg.

Veröffentlicht von Marie Mävers am 6. Februar 2019

Anlässlich des heutigen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung möchten wir Sie erneut auf den Verein Menschenrechte für die Frau – TERRE DES FEMMES hinweisen. In Bezug auf das Thema der weiblichen Genitalverstümmelung fordern sie Bund und Länder dazu auf, sich konsequent und entschlossen gegen weibliche Genitalverstümmelung einzusetzen.

Weibliche Genitalverstümmelung ist eine Menschenrechtsverletzung. Die Zahl bedrohter und betroffener Mädchen und Frauen steigt kontinuierlich in Europa – auch in Deutschland“, sagt Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES.

Die Anzahl von Mädchen und Frauen, die in Deutschland von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen sind, steigt stetig. Die Zahl wird derzeit auf knapp 65.000 Mädchen und Frauen geschätzt, die FGM (female genital mutilation) erfahren haben. Darüber hinaus sind mindestens 15.500 Mädchen gefährdet, einer Genitalverstümmelung unterzogen zu werden.

Im Sommer des letzten Jahres berichteten wir über die Kampagne TERRE DES FEMMES Open your eyes. Um zu begreifen was die Plakatmotive der Kampagne zeigen, müssen wortwörtlich die Augen geöffnet werden. Zu schockierend sind die Motive, sodass man die Augen davor verschließen möchte.  Hier können Sie sich noch einmal die gesamte Kampagne ansehen und die Frauen kennenlernen, die sich hinter den Motiven verbergen.

Hintergrund des internationalen Tages gegen Genitalverstümmelung ist das Engagement der ehemaligen First Lady von Nigeria, Stella Obasanjo. Sie setzte sich in ihrer Funktion für das Wohl unterprivilegierter und behinderter Kinder sowie gegen Genitalverstümmelung ein. Im Jahr 2003 führte sie deshalb den Zero Tolerance Day ein. 2004 erklärten ihn schließlich auch die Vereinten Nationen zum Gedenktag, als International Day of Zero Tolerance to Female Genital Mutilation.

 

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