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Beruf & Familie

Plakatkampagne „Heute schon mit ihrem Kind gesprochen/gespielt?“

Vergangene Woche haben wir Sie auf die Kinder-Demo des siebenjährigen Emils aufmerksam gemacht. Am Samstagvormittag fand sie nun endlich statt und Emil folgten rund 150 Kinder bei seiner Kundgebung. Begleitet wurden die Kinder von ihren Eltern.

Veröffentlicht von Marie Mävers am 12. September 2018

Der Demonstrationszug ging vom Karolinenviertel über die Feldstraße bis zum Lindenpark. Viele der Kinder trugen selbstgemalte Plakate mit den Aufschriften: „Flugmodus an! Ich bin dran!“ und riefen „Wir sind hier, wir sind laut, weil Ihr auf Eure Handys schaut!“. Emil selbst eröffnete die Demo von den Schultern seines Vaters aus: „Es geht los!“ rief er. Auch die Eltern die ihre Kinder bei ihrer ersten Demo begleiteten unterstützen ihre Kinder und fühlen sich nicht persönlich angegriffen. Sie wissen aber sehr wohl, dass sie über ihren eigenen Smartphone-Konsum nachdenken sollten.  Ein Vater gibt während der Kundgebung zu: „Ja, da muss ich mich an die eigene Nase fassen.“ Er sieht in der Demo eine gute Übung in Demokratie für seine Tochter. Das Video des NDR zeigt in Bild und Ton, dass eine Demo friedlich erfolgreich ablaufen kann.

Ebenso erfolgreich ist auch die Kampagne „Heute schon mit ihrem Kind gesprochen/gespielt?“, 2015/2016 initiiert durch die Hansestadt Rostock und ihren Landkreis. Koordiniert wird die Kampagne durch die Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen Mecklenburg-Vorpommern. Von da aus wurde sie in weiten Teilen des Bundesgebiets von Sylt bis Bayern publik gemacht und bei den Bundesdrogenbeauftragten im Januar 2017 zum Projekt des Monats ausgezeichnet. Auf der einen Seite verfolgt die Kampagne die gleichen Ziele wie der siebenjährige Emil: Eltern auf ihre „Sucht“ aufmerksam machen, zum Nachdenken anregen und für das Thema zu sensibilisieren. Dazu dienen die Plakat- und CityCard Aktionen „Heute schon mit Ihrem Kind gesprochen?“ (Eine Auswahl davon ist in diesem Beitrag zu sehen). Eine weitere Zielgruppe sind die pädagogischen Fachkräfte in den KiTAs, Horten, Familienbildungsstätten und Familienzentren. Die pädagogischen Fachkräfte erkennen zum Teil schon die Problematik, aber ihnen fehlt meist das Handwerkszeug, wie sie mit Eltern ins Gespräch kommen können, ohne dass Eltern es gleich als Kritik- und Schuldzuweisung empfinden.

Auf der Webseite Medienwissen Mecklenburg-Vorpommern finden Sie alle Informationen zur Kampagne. Außerdem gibt es eine Übersicht der Fortbildungsangebote für Erzieher und Erzieherinnen und für Elternabende in KiTAs, die ständig aktualisiert werden.

Die Plakate wurden von der Rostocker Agentur PINAX Werbemedien erstellt und in Kindertagesstätten, Familienzentren, Rathäusern und verschiedenen Beratungsstellen aufgehängt. Die Kampagne wird im Rahmen der Bundesstiftung Frühe Hilfen vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie dem Kreis Pinneberg gefördert.

copyright PINAX Werbemedien
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