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Ethik & Gesellschaft

Schaffen Sie einen Monat ohne?

Heute am 26. Juni, dem internationalen Anti-Drogen-Tag, ist es mal wieder Zeit, sich der Lieblingsdroge der Deutschen zuzuwenden: dem Alkohol. Die Ersten werden sich jetzt schon versuchen einzureden, dass Alkohol keine Droge sei. Es gibt ja nicht umsonst so viele Sprüche, die suggerieren, dass Alkohol teilweise eine heilende Wirkungen haben soll. Aber nehmen wir die rosarote Brille einmal ab und sind ehrlich zu uns selbst. Alkohol hat einen großen Stellenwert in unserer Gesellschaft, der bei genauerer Betrachtung beunruhigend und beängstigend ist.

Veröffentlicht von Pia Kracke am 26. Juni 2020

Ein lauer Sommerabend, ein Essen mit Freunden, das Bestehen einer Prüfung, das Ende eines Arbeitstages, zu all diesen Anlässen darf eins nicht fehlen: Ein guter Wein, ein kühles Bier, ein prickelnder Sekt oder ein leichter Cocktail machen den Moment erst perfekt. Auch während der aktuellen Pandemie-Zeit darf das kühle Getränk nicht fehlen. Und so folgt dem ersten Glas, ein zweites und weil es so schön ist auch ein drittes. Alkohol ist ein ständiger Begleiter. Er verfolgt uns wie ein Schatten und lässt uns nicht alleine. Sobald wir uns ihm zuwenden wird er kleiner. Wenden wir uns ihm ab, wird das Verlangen immer größer. Nicht zuletzt durch die Bemerkungen des Umfeldes. Während Frauen beim Verzicht von Alkohol oft nach einer möglichen Schwangerschaft gefragt werden, verlieren Männer scheinbar ihre Männlichkeit. 

Keiner trinkt ohne Grund, das gibt es doch nicht oder? Doch. Immer wieder, wenn Menschen sich ihren Alkoholkonsum wirklich bewusst machen, sich die Frage: „Würde ich den Alkohol vermissen?“ stellen und diese ehrlich beantworten, legt sich ein Schalter um. Sie merken, dass ihr Konsum doch nicht mehr so selten ist, dass die Weinflasche nicht mehr nur einmal die Woche geöffnet wird, sondern der tägliche Griff zum Alkohol Realität geworden ist. Mit den Aktionen wie #DryJanuary oder #SoberOctober werden wir angeregt, einen Monat auf Alkohol zu verzichten. Ein Monat ist nicht viel, aber für einige schon eine wahnsinnig lange Durststrecke. 

Ich möchte Sie nicht zu Alkoholverfechtern machen, aber ich möchte Sie dazu anregen, sich Ihren Konsum ehrlich bewusst zu machen. Gehört die Flasche Wein zu Ihrem täglichen Einkauf? Wie verhält sich Ihr Körper, wenn Sie mal einen Monat nichts Alkoholisches trinken? Fehlt Ihnen dann etwas? Fragen, die Sie sich nur ganz alleine stellen und vor allem beantworten können. Die Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum kennen wir. Die positiven Folgen einer Alkoholabstinenz werden meiner Meinung nach aber viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei wünscht sich doch jeder einen guten Schlaf oder bessere Haut. Weiter ist bewiesen, dass Menschen, die sehr selten Alkohol trinken, über ein ausgeprägteres Konzentrations- und Erinnerungsvermögen, sowie gesündere Organe verfügen. Das alles sind ja wohl wesentlich bessere Aussichten als der Kater am nächsten Tag oder?

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