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Umwelt & Nachhaltigkeit

Schief gewikkelt?

Mag sein, dass sie etwas geraucht haben, aber die Idee der kreativen Gestalter der Fiction Factory aus Amsterdam ist genial: Sie bauen Häuser aus Wellpappe. Die sogenannten Wikkelhäuser bestehen aus 24 Schichten Wellpappe und wiegen nur 500 Kilogramm. Seit einigen Wochen sind sie nun auch in Deutschland angekommen.

Veröffentlicht von Silke Hirschfeld am 14. August 2019

Häuser aus Pappe zu bauen, haben wir schon im Kindergarten gelernt. Aber die hielten meist nicht lang. Anders ist es mit den Wikkelhäusern. Dank der Wickeltechnik sollen die Häuser aus 24 Schichten Wellpappe und einer atmungsaktiven, wasserabweisenden Folie rund 50 Jahre halten. Anschließend können sie zu 100 Prozent recycelt werden.

In Holland werden die Häuser, die kein Fundament benötigen, bereits in Gorssel, Dordrecht und Apeldoorn als Ferienunterkünfte vermietet. Das soll nun auch in Deutschland geschehen: Ausgerechnet auf der Insel Helgoland, die sicher zu den windigsten Ecken des Landes zählt, wurden die ersten beiden Häuser aufgebaut. Kenner der Region hoffen, dass die Häuser fest genug verankert wurden, damit die Lange Anna nicht während der Herbststürme unerwartet Besuch bekommt.

Die Nachfrage ist bereits so groß, dass die Häuser zur Zeit nicht vermietet, sondern wochenweise versteigert werden. Die Mindestgebote liegen bei 350 Euro für das kleine und 420 Euro für das große Haus. Alles, was darüber hinaus geboten wird, fließt in den Bau eines naturnahen Kinderspielplatzes in den Helgoländer Dünen.

Die Häuser sind übrigens von Innen mit Holz verkleidet und verfügen über eine Schlafecke, eine Küche, einen Wohnbereich mit Couch, Esstisch, Bank und Stühlen, einen Schrank, eine Klimaanlage und Heizung.

Wenn Sie wissen wollen, wie genau so ein Wikkelhaus entsteht und wie stabil es ist, sehen Sie sich den Film von Kirsten Dirksen an, die alles einmal ganz genau mit der Kamera begleitet hat.

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