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Soviel Veränderung war nie…

Im Rahmen der 9. Sitzung des Wissenschaftlichen Beirates des HanseMerkur Zentrums für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) am UKE wurde deutlich, welch umwälzende Entwicklungen das vergangene Jahr geprägt haben. Im Zentrum stand dabei der Umzug der Einrichtung an drei unterschiedliche Standorte.

Veröffentlicht von Heinz-Gerhard Wilkens am 27. Februar 2019

 

Prof. Udo Schumacher, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats, konnte zu Beginn der Tagung des Gremiums stolz sein bei Thieme veröffentlichtes Anatomie-Lehrbuch, das bisher in 15 Ländern übersetzt wurde, auch in chinesischer Sprache präsentieren. Und er hatte zudem die Gebote 11, 12 und 13 für Studenten und Doktoranten im Gepäck: 11. Du sollst machen. 12. Du sollst Dich nicht erwischen lassen. 13. DSDS: Du sollst doch schreiben.

Abgesehen von der heiteren Komponente zum Auftakt, wurde konzentriert zu TCM-Forschungsthemen und zu Masterarbeiten für den ersten Postgraduierten-Studiengang in Kooperation mit der TCM-Universität in Shanghai diskutiert. Doch der Reihe nach. Der frisch habilitierte Geschäftsführer des TCM-Zentrums, PD Dr. Sven Schröder, berichtete vom Umzug der Einrichtung, die im Rahmen des Zukunftsplans des UKE einem Neubau weichen musste und die bisher Forschung, Lehre und Therapie unter einem Dach gebündelt hatte. Das Forschungslabor wanderte ins Institut für Anatomie und Experimentelle Morphologie. Ebenfalls auf dem UKE-Campus verblieb die Verwaltung, die nunmehr im Spectrum  – zusammen mit der ConPhyMedAusgründung des Zentrums zur Zulassung asiatischer pflanzlicher Arzneimittel auf dem europäischen Markt – untergebracht ist. Die selbständige Behandlungspraxis befindet sich nunmehr in unmittelbarer Nähe des Universitätsklinikums in der Breitenfelder Straße 15.

An Forschungsprojekten konnten Akupunkturstudien (ACUDIN / ACUCIN) zur diabetischen und zur chemotherapie-induzierten Polyneuropathie (PNP) abgeschlossen werden. Eine weitere Studie in Kooperation mit der UKE-Onkologie zu Akupunktur und Vibrationstrainings bei Patienten mit gastrointestinalen Tumoren unter Oxiplatin-Chemotherapie ist in Vorbereitung. Vereinbart mit dem Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité in Berlin wurde zudem eine konfirmatorische Studie mit 110 Patienten zur Kontrolle und Bestätigung der Ergebnisse aus den Hamburger Forschungen zur diabetischen PNP. Und last not least wurde ein Paper in PHYTOmedicine zur Regulation von braunem Fett über den Wurzelextrakt Puerariae lobatae eingereicht.

Eine weitere positive Nachricht: Der wissenschaftliche Geschäftsführer der Zentrums-Ausgründung ConPhyMed (Confidence in Phytomedicine), Dr. Thomas Friedemann, konnte berichten, dass ein auf drei Jahre ausfinanziertes Joint-Venture mit dem chinesischen Partner Anhui Jiren Pharmaceutical vereinbart werden konnte, wo es um Arzneipflanzen, Granulate und Arzneimittel sowie deren Zulassung für den europäischen Markt geht. Geforscht wird u.a. zum Shao-yao-gan-cao-tang-Granulat in Zusammenarbeit mit dem UKE-Brustzentrum. „Dieser Kompetenz-aufbau in Hamburg“, so Prof. Schumacher, „ist nicht zu unterschätzen.“ Schließlich werde, „da es in Europa kaum Studien zur Forschung mit Phytopharmaka gibt, Forschung aus kommerziellem Interesse möglich“, so Dr. Friedemann.

Der im September 2018 in Kooperation mit der TCM-Universität in Shanghai gestartete Masterstudiengang TCM, ein berufsbegleitendes, dreijähriges Studium, ist erfolgreich gestartet. Die Evaluation des ersten Semesters war durchweg positiv. Zum ersten Jahrgang zählen eine Medizinstudentin im 7. Semester sowie Teilnehmer aus der Pharmaindustrie, der Allgemeinmedizin, Chirurgie, Gynäkologie und dem Consulting-Bereich. Für die anstehenden Masterarbeiten ist den Studenten jeweils ein chinesischer Tutor zugeordnet. Arbeiten werden wohl u.a. um die experimentelle Forschung, die Urologie, die perioperative Schmerztherapie, die chemotherapie-induzierte PNP und die Herzfrequenzvariabilität kreisen.

Viel zu tun also im chinesischen Jahr des Schweins, das am 5. Februar 2019 begonnen hat. Es soll Glück, Reichtum und Zufriedenheit bringen. Der Wissenschaftliche Beirat tagt das nächste Mal am 12. Februar 2020.

Der Wissenschaftliche Beirat des TCM-Zentrums
Foto: Heinz-Gerhard Wilkens

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