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Ein Festhalten an Strukturen und Rechten

Am 15. März war Weltverbrauchertag, ein internationaler Aktionstag, an dem Verbraucherorganisationen auf die Rechte der Verbraucher aufmerksam machen. Dieser Sonntag stand allerdings ganz im Zeichen der drastischen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona Viruses. Die Maßnahmen betreffen in unterschiedlicher Art und Weise jeden in der Gesellschaft und ziehen wirtschaftliche und soziale Folgen nach sich. Die Absagen von Großveranstaltungen, Nah- und Fernverkehr, ein Reiseverbot und die Schließung von Restaurants, Bars und Café haben, als letzten in der Kette, für den Verbraucher spürbare Auswirkungen.

Veröffentlicht von Marie Mävers am 17. März 2020

Eigentlich stand der diesjährige Weltverbrauchertag unter dem Motto „häufige Kostenfallen im Alltag“, über die sich Verbraucher immer wieder beschweren. Die Verbraucherzentrale schafft bei Fragen wie diesen Aufklärung und gibt dem Verbraucher informative Tipps an die Hand. Auch wir wollten Sie im Zuge dessen zu diesen Themen informieren. Doch das neuartige Coronavirus, das COVID-19, sorgt dafür, dass Veranstaltungen abgesagt werden, Flüge ausfallen und ganze Länder abgeriegelt werden. In kürzester Zeit werden ganz andere Fragen wichtig, als die Kostenfallen im Alltag – den es für uns alle momentan nicht gibt. Auf ihrer Informationsseite fasst die Verbraucherzentrale Schutzmaßnahmen, Tipps und Verbraucherrechte zusammen. Was passiert, wenn Veranstaltungen durch den Veranstalter abgesagt werden? Habe ich das Recht auf eine Rückerstattung? Meistens gehen die Veranstalter direkt auf die Verbraucher zu z.B. durch eine mögliche Verschiebung des Events und die bestehende Gültigkeit der Tickets. Die Deutsche Bahn hat erklärt, dass Tickets, auch Sparangebote, flexibel nutzbar sind und keine Zugbindung besteht. Außerdem können alle gebuchten Tickets ohne zusätzliche Gebühren in einen Gutschein umgewandelt werden. Auch der Community-Marktplatz Airbnb reagiert auf die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), wonach das Reisen eingeschränkt bzw. darauf verzichtet werden soll, und bietet den Nutzern an, dass sie auf jegliche Service- und Stornogebühren verzichten.

Die Entstehung des Weltverbrauchertages geht übrigens auf den US-Präsidenten John F. Kennedy zurück, der am 15. März 1962 vor dem amerikanischen Kongress drei grundlegende Verbraucherrechte proklamierte. Kennedy nannte erstens das Recht, vor betrügerischer oder irreführender Werbung und Kennzeichnung geschützt zu werden, zweitens das Recht, vor gefährlichen oder unwirksamen Medikamenten geschützt zu werden, drittens das Recht, aus einer Vielfalt von Produkten mit marktgerechten Preisen auszuwählen.

Rechte für die sich in Deutschland die Verbraucherzentrale einsetzt. Übrigens auch für den Fall „Zucker in der Kinder-Tomatensoße“. Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat Ende des Jahres den Negativpreis „Goldener Windbeutel“ an die Kinder-Tomatensauce des Herstellers Zwergenwiese vergeben. Das für Kinder beworbene Produkt enthält mehr als doppelt so viel Zucker wie die meisten Versionen für Erwachsene. Die Tomatensoße enthält auf 100 Gramm gerechnet 11 g Zucker. Zum Vergleich: Beim Zwergenwiese-Produkt „Tomatensoße Traditionale“ sind es 3,7 g, bei der Tomatensoße Basilikum 5,1 g. Unter die Top drei der „dreistesten Werbelügen des Jahres“ landeten mit rund 26 Prozent der Stimmen außerdem der Drink Yakult, bei dem Foodwatch kritisiert, dass gesundheitliche Effekte nicht wissenschaftlich belegt seien. Komplettiert durch Platz drei, belegt von dem Karottensaft für Babys von Hipp, der in neuer Verpackung fast doppelt so viel kostet wie bisher.

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