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Sport & Gesundheit

Wenn Kinderernährung zum Food-Trend wird

In Zeiten des Internets gibt es bei dem Thema Ernährung viele Experten und Meinungen, die spielerisch ihren Weg der Verbreitung finden. Insbesondere bei der Frage was wirklich gesund und die perfekte Ernährung ist, gehen die Meinungen auseinander. Das ist auch nicht verkehrt solange es um den eigenen Körper und Entwicklung geht. Wenn es aber um die unserer Kinder geht ist Vorsicht geboten, jegliche Food-Trends auszuprobieren.

Veröffentlicht von Marie Mävers am 28. Dezember 2018

Expertin auf diesem Gebiet ist Mathilde Kersting, sie leitet das Forschungsdepartment Kinderernährung des Universitätsklinikum Bochum (FKE). In kontinuierlicher Arbeit forschen sie und ihr Team seit Jahren zu dem Thema Kinderernährung. Seit 2017 gehört das FKE zum Universitätsklinikum Bochum und konnte damit ihren Forschungsradius um die Ernährung von kranken Kindern erweitern. Oberstes Ziel des neuen Forschungsdepartments bleibt weiterhin die Förderung der Gesundheit von Kindern und die Prävention von Krankheiten. Denn durch eine gesunde Ernährung können Krankheiten wie Adipositas und Diabetes im späteren Leben vorgebeugt werden.

Aus ihrer Erfahrung beschreibt sie, dass die Sorge der Eltern oft dazu führt, dass das Essen zum Thema gemacht wird. Und dann wird es ein unangenehmes Thema. Insbesondere in Deutschland muss man sich bezüglich der Reinheit von Lebensmitteln keine großen Sorgen machen, denn die Pestizidbelastung ist sehr gering. Auch die kommerzielle Säuglingsnahrung oder Breie sind pestiszidfrei, dafür sind die Auflagen in Europa zu streng. Die Frage aus Angst vor Verunreinigung auf diese Lebensmittel zu verzichten, stellt sich für Kersting in Deutschland nicht. Denn keine Vitamine zu sich zu nehmen, aus Angst vor einer Verunreinigung, führt im Umkehrschluss sicherlich zu einer Mangelernährung. Neben Säuglingsnahrung betrifft das vor allem auch Obst und Gemüse. Wenn der Geldbeutel Bioprodukte nicht hergibt, ist es folgenschwer auch auf das Obst und Gemüse vom Discounter zu verzichten. Die geringe Pestizidbelastung lässt sich nämlich problemlos abwaschen.

 

Der „Ernährungsplan für das 1. Lebensjahr“ demonstriert die ernährungs- und entwicklungsphysiologisch begründeten drei Abschnitte der Säuglingsernährung. (Quelle Homepage FKE)

 

Der einzige Verzicht auf den Eltern bei der Ernährung ihrer Kinder achten sollten, ist der Verzehr von zu viel Salz und zu viel Zucker. Neben dieser Einschränkung empfiehlt sie für  Kinder und Jugendliche die „optimierte Mischkost“. Die setzt sich zusammen aus: reichlich Getränken, und pflanzlichen Lebensmitteln, mäßig tierischen Lebensmitteln und sparsam fett- und zuckerhaltigen Lebensmitteln. „Grundsätzlich empfiehlt sie den Eltern sich ein bisschen locker zu machen, die grundsätzliche Richtung wissen, sich aber nicht in Details zu verlieren.“

Das Beratungstelefon Kinderernährung des FKE hat montags von 9 bis 13 Uhr Sprechstunde. Telefon: 0234 – 509 2649

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