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Kinderschutz

YAYA: Ein Leben

Das Leben und Sterben von Yagmur (3) in Hamburg hat Deutschland tief betroffen gemacht und Nachhall erzeugt. Yagmur wurde am 18.12.2013 grausam ermordet. Über 82 Verletzungen hatte man ihr zugefügt. Kurz vor dem Ende ihres kurzen Lebens versagten alle ihre Organe. Noch heute – sechs Jahre nach ihrem qualvollen Tod – wird in vielen Untersuchungen, Workshops und parlamentarischen Initiativen über Yagmurs Leidensweg gesprochen und immer stellt man sich die Frage: „Wie konnte das passieren“?

Veröffentlicht von Silke Hirschfeld am 14. Juni 2019

Michael Lezius, Gründer und Vorsitzender der Yagmur Gedächtnisstiftung, hat keine Sitzung des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses verpasst, in dem Yagmurs Schicksal und die Begleitumstände ihres Todes genau nachgezeichnet wurden. Den Abschlussbericht kennt er genau, hat die Strafprozessprotokolle studiert, Zeugen interviewt und mit Vertretern der Behörden gesprochen. Schon in der guten Zeit in der Pflegefamilie kam Yagmur mit blauen  Flecken von den Besuchen bei den Eltern zurück. Viele Krankenhausaufenthalte waren notwendig, um das Kind zu retten. Trotzdem schickten die Behörden Yagmur in ihre  Herkunftsfamilie zurück.  Nach der Rückkehr zu den Eltern verloren die Behörden Yagmur aus dem Fokus. Bei der aggressiven Mutter hatte Yagmur keine Chance, trotz zahlreicher Bemühungen von Freunden und Verwandten.

Im März 2015 gründete er nach der Fassungslosigkeit über die Umstände des Sterbens von Yagmur die gemeinnützige Yagmur Gedächtnisstiftung. „Wir können das Geschehene nicht vergessen und wir wollen es auch nicht. Es muss sich etwas ändern.“, heißt es in der Pressemitteilung der Stiftung.

Die Yagmur Gedächtnisstiftung hat sich nun mit jeweils zwei Filmemachern aus Hamburg und Berlin im Mai 2019 auf den Weg gemacht, das Leben und Sterben von Yagmur unter dem Titel „YAYA: Ein Leben“ zu verfilmen. Der Film  soll am 17.12.2019 anlässlich der 5. Gedenkveranstaltung für Yagmur im Hamburger Rathaus gezeigt werden. Lezius‘ Motivation liegt darin, einen Film zu schaffen, der einen Beitrag leisten kann, die Welt der Kinder etwas „schöner“ zu machen: „Mit 140 toten Kindern – davon 100 unter 6 Jahren – und 4.000 verletzten Kindern jedes Jahr in Deutschland müssen wir jetzt etwas ändern, im Sinne aller Kinder. Jugendämter sind häufig durch zu viele Kinderwohlgefährdungen überlastet. An Strukturen, Standards und Vorgaben muss gearbeitet werden. Viele Anregungen (70) hat die Enquete-Kommission „Kinderschutz und Kinderrechte weiter stärken“ im Januar 2019 in Hamburg gegeben.“

Der Wert menschlichen Lebens steht im Mittelpunkt des Films „YAYA: Ein Leben“ und soll gesellschaftlich aufzeigen, dass jedes Kind das Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit hat. Der Film basiert auf wahren Begebenheiten, ein Teil des darin geschilderten Lebens ist frei erfunden. Der darin geschilderte Tod ist es nicht. Welche Verantwortung hat jeder einzelne von uns, um Kinder in ähnlichen Situationen zu retten und Zivilcourage zu zeigen? Der YAYA-Film  soll alle Altersgruppen ansprechen –  an vielen Orten.

An dieser Stelle sind Sie gefragt, denn das Filmprojekt braucht dringend Unterstützung. Als Spenderin/Spender und Unterstützerin/Unterstützer werden Sie zudem zu der Vorführung  im Rahmen der Gedenkveranstaltung eingeladen.  Ob es 10,- €, 100,- € oder 1000,- € sind, der Verein ist für jede Spende dankbar. Sie erhalten eine Spendenbescheinigung.

Spendenkonto bei der Hamburger Sparkasse (HASPA):
IBAN: DE 35 2005 0550 1002 2425 90 – BIC: HASPDEHHXXX
Stichwort: Film: „YAYA: Ein Leben“

 

 

 

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