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Ethik & Gesellschaft

Akku defekt, weg mit dem Gerät: Warum Elektroschrott kontinuierlich zunimmt

Wer kennt das nicht. Ein elektrisches Gerät braucht immer mehr Aufladezyklen, aber die Leistung nimmt stetig ab – und irgendwann verabschiedet sich das Gerät ganz. Eigentlich ist das nicht richtig, denn verabschiedet hat sich „nur“ der Akku. Da dieser aber […]

Veröffentlicht von Lars Wöhrmann am 10. Januar 2022

Wer kennt das nicht. Ein elektrisches Gerät braucht immer mehr Aufladezyklen, aber die Leistung nimmt stetig ab – und irgendwann verabschiedet sich das Gerät ganz. Eigentlich ist das nicht richtig, denn verabschiedet hat sich „nur“ der Akku. Da dieser aber nicht austauschbar ist – zumindest offiziell – wird das alte Gerät entsorgt und ein neues gekauft. Doch warum ist das eigentlich so?

Das Handelsblatt ist dieser Frage auf den Grund gegangen. Im Falle der Zahnbürste erklärt der Hersteller, dass der Akku nicht getauscht werden kann; lediglich beim Recyclingprozess kann der Akku entnommen werden. Immer häufiger avancieren elektronische Geräte zum Wegwerfprodukt:  Smartphones, Zahnbürsten oder Schrittzähler sind nicht dafür ausgelegt, dass Endverbraucher einfachste Vorgänge wie einen Akkutausch selbst durchführen können. Die Folge: Der Elektroschrott nimmt zu; von 48,3 Megatonnen im Jahr 2016 auf 57,4 Megatonnen in 2021. Weniger als 10 Prozent werden wiederverwendet.

Doch der Druck auf Wirtschaft und Politik wächst. So setzt sich die Bewegung „Right to Repair“ dafür ein, dass elektronische Geräte reparierfähig werden – zumindest für einen bestimmten Zeitraum, wie bei der Kampagne für ein „Zehn-Jahres-Smartphone“. Der in den USA gestartete Bewegung sind in Europa und Deutschland zahlreiche Organisationen wie das bekannte „Repair Café“, Germanwatch, oder iFixit beigetreten. Auch Start-Ups oder Unternehmen wie Refurbed und Fairphone sind mit dabei. Übergeordnet stehen alle vereint hinter der Idee, dass Besitzer eines Produktes jenes auch reparieren zu können – ohne unnötiger Schwierigkeiten.

Hoffen wir, dass sich dieses Umdenken bei zukünftigen Geräten durchsetzt. Den sehr lesenswerten Artikel gibt es hier.

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