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Umwelt & Nachhaltigkeit

Globaler Fonds für soziale Sicherung?

Extremwetterereignisse nehmen zu: Das sind Auswirkungen der bisher zu beobachtenden Klimaveränderungen – auch in Deutschland. Uns allen sind die Bilder der Überschwemmung des Ahrtals noch präsent; es dauert Jahre, bis dieser unfassbare Schaden beseitigt ist. Doch wie gehen andere Länder damit um, die nicht über die nötige Infrastruktur und Mittel verfügen, aber auch von Extremwettereignissen zukünftig geplagt werden?

Veröffentlicht von Lars Wöhrmann am 16. September 2021

Natürlich: Prävention und das Eindämmen der Klimakrise wären die effektivsten Mittel, mögliche Schäden von Extremwetterereignissen gar nicht erst zuzulassen. Doch dass das nicht möglich ist, sehen wir – leider – nicht nur am Beispiel Ahrtal. So schrecklich Überschwemmungen auch sind: Immerhin werden in Deutschland dank Sozialsystemen und staatlicher Soforthilfen die zumindest die finanziellen Folgen abgemildert und die soziale Sicherung funktioniert.

Im internationalen Vergleich hat Deutschland damit sicherlich einen der vorderen Plätze inne; doch gerade im internationalen Bereich muss dringend etwas getan werden. Viele Länder können Extremwetterereignisse nicht autark handhaben. Gerade zu Sozialsysteme, die zumindest den Menschen direkt helfen, haben viele Menschen keinen Zugang.

So erhält nur jeder fünfte Arbeitslose weltweit Zugang zu Sozialsystemen und rund ein Viertel aller Familien mit Kindern bezieht Familienleistungen. Das rächt sich dann, wenn unerwartete Ereignisse – wie eine Pandemie oder Extremwetter – Einzug erhalten und ein ohne schon schwaches Sozialsystem weiter belastet wird: So sind aktuell Länder wie Vanuatu, Salomonen oder Tonga vom steigenden Meeresspiegel bedroht. Nicht nur aus diesem Grund schlagen aktuell Forscher vor, einen globalen Fonds für die soziale Sicherung aufzubauen. Reichere Länder zahlen ein, und die am stärksten betroffenen Länder nutzen den Fonds für Soforthilfen in Krisen oder für den Aufbau eines so wichtigen Basisschutzes.

Mehr über diese Forderung der Forscher, über die es sich mehr als nur nachzudenken lohnt, gibt es hier.

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