HanseMerkur

Achtung: Neue Bewerbungsfrist!

Bewerben Sie sich für den HanseMerkur Preis für Kinderschutz 2021. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Oktober 2021. Weitere Informationen finden Sie hier.

Umwelt & Nachhaltigkeit

Honigschlecken in der City

Rauschender Straßenlärm, quietschende Zugbremsen, Stimmengewirr – die typische Geräuschkulisse einer jeden Großstadt. Das klingt zunächst nicht gerade nach einer idealen Heimat für Bienen. Doch die gelb-schwarzen Bestäuber bringt so schnell nichts aus der Ruhe.

Veröffentlicht von Birte Ayhan-Lange am 13. August 2021

Inzwischen leben immer mehr Bienenvölker mitten in der City. Auf dem Firmendach der HanseMerkur fühlen sich zwei Honigbienenvölker bereits seit drei Jahren wohl und gehen von hier aus Tag für Tag emsig ihrer Arbeit nach. „Die Lindenblüten und andere Pflanzen an der nahegelegenen Alster bieten den Bienen jede Menge Möglichkeiten, Nektar zu sammeln“, erklärt Bee-Rent Imker Benoit Larcher.

Gemeinsam mit meinem achtjährigen Sohn Jonas habe ich mich in luftige Höhe begeben, um meine rund 100.000 fleißigen Kollegen aus der Nähe zu erleben und von Benoit Larcher mehr über das Imkern inmitten der quirligen Innenstadt zu erfahren. Begeistert beschreibt der ehemalige Mathematiklehrer das komplexe, auf Pheromonen basierende Kommunikationssystem der Bienen. Mit ihrem sensiblen Geruchssinn sind sie selbst Spürhunden voraus. Wir staunen. Auch erfahren wir, dass Bienen in der Stadt zum Teil bessere Bedingungen vorfinden als auf dem Land. Dort leiden sie zunehmend unter der modernen Landwirtschaft: Pestizide stellen eine Bedrohung dar und aufgrund von Monokulturen finden die Tiere nur in begrenzten Zeiträumen Blüten.

Gleichzeitig sind die klimatischen Bedingungen mit entscheidend dafür, wie produktiv Bienen sein können. In diesem Frühling haben nicht nur wir Menschen mit kalten Temperaturen und viel Niederschlag gehadert. Auch aus Bienensicht war es ein schlechter Frühling, da er ihnen zu wenig Gelegenheit zum Nektarsammeln gab. Dementsprechend fällt mit rund 30 kg die Honigernte dieses Mal etwas magerer aus als im ertragreichen Rekordjahr 2020 Eine kleine Honigwabe zwackt Benoit Larcher dennoch für Jonas ab. Und sie bekommt sogleich einen Platz in der „Ferien-Erlebnistüte“, die jedes Kind aus der Klasse am ersten Schultag nach den Sommerferien präsentiert.

Der Imker (und die Bienen) bei der Arbeit

Und die Mitarbeiter der HanseMerkur dürfen sich auch in diesem Jahr wieder über den köstlichen Alster-Honig freuen. Der Verkaufserlös kommt wie immer einem gemeinnützigen Zweck zugute.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*