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Umwelt & Nachhaltigkeit

IPCC-Bericht: Ja ist denn heut schon März?

Nächsten März sollte es soweit sein: Der dritte Teil des Weltklimaberichtes des Weltklimarates (IPCC) sollte veröffentlicht werden. Doch aus Angst vor Verwässerung – interessantes Wortspiel bei diesem so ernsten Thema – haben Wissenschaftler den Bericht bzw. den Entwurf dazu vorab über den spanischen Zweig der Gruppe „Scientist Rebellion“ veröffentlicht.

Veröffentlicht von Lars Wöhrmann am 9. September 2021

Warum der Entwurf geleakt wurde, erklären die Aktivisten damit, dass sie der Welt zeigen wollten, wie drastisch die aktuelle Situation mit der Klimakrise ist. Persönliche Risiken wurden hintenangestellt, um den Bericht so roh und echt wie möglich vorab zu veröffentlichen – auch aus Sorge, weil es in der Vergangenheit immer mal wieder vorkam, dass Änderungen (z.B. Formulierungen) für bzw. von der Politik vorgenommen worden sind.

Unter anderem wird in dem geleakten Dokument beschrieben, welcher Teil der Weltbevölkerung für wie viele Treibhausgase verantwortlich ist: Die zehn reichsten Prozent sind nach Angaben der Forscher für 36 bis 45 Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich. Im Gegensatz dazu tragen die ärmsten 10 Prozent nur drei bis fünf Prozent zu den Gesamtemissionen bei.

Ändern muss sich übrigens äußerst schnell etwas: Spätestens ab 2025 müssten die Emissionen sinken, um einen Kollaps des Weltklimas zu verhindern. Viel Zeit bleibt also nicht – ein weiterer Grund, warum der Weltklimabericht laut einigen Forschern und Wissenschaftlern so schnell wie möglich veröffentlicht wurde.

Die Gruppe „Scientist Rebellion“ besteht aus weltweit aktiven Wissenschaftlern. Sie alle wollen die Öffentlichkeit sofort und umgehend über die Folgen der Klimakrise informieren – gern auch laut und mit drastischeren Mitteln, wie man sie ansonsten nicht von Wissenschaftler gewöhnt sind.

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