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Umwelt & Nachhaltigkeit

Uni Hamburg: Blaupause für aktuellen Klimawandel?

Woran starben in der Vergangenheit großflächig Organismen? Dieser Frage ging die Uni Hamburg nach und untersuchte Vulkanausbrüche vor 252 Millionen Jahren und deren Folgen; zusätzlich wurden Überlegungen angestellt, welche Ableitungen sich für unsere heutige Zeit ergeben.

Veröffentlicht von Lars Wöhrmann am 11. März 2022

Vor 252 Millionen Jahren starben rund 75 Prozent der Organismen an Land – im Ozean waren es sogar 90 Prozent. Grund dafür waren massive Klimaveränderungen aufgrund von Vulkanausbrüchen. Der Paläontologe Dr. William Foster vom Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit der Universität Hamburg hat nun die Gründe für das Massenaussterben in den Ozeanen entschlüsselt.

Diese Vulkanausbrüche und der massive Ausstoß von Treibhausgasen führten zum größten Massenaussterben der Geschichte, in der sich das Klima über Jahrtausende um insgesamt 10 Grad erwärmte. Durch die Analyse der Lebensweise der ausgestorbenen Meeresorganismen konnte das Team um Dr. William Foster die Verluste direkt auf drei Veränderungen zurückführen: eine Sauerstoffabnahme im Meerwasser, eine Erhöhung der Wassertemperatur und wahrscheinlich eine Versauerung der Meere.

Parallelen gibt es zu den aktuellen Entwicklungen. „Die Ergebnisse aus dem Perm lassen sich jedoch nicht eins zu eins auf den Klimawandel heute übertragen. Dafür unterscheiden sich die Klimasysteme der Erde damals und heute zu stark“, sagt Paläontologe Foster. „Doch wir können jetzt erstmals zeigen, welche Eigenschaften der Organismen damals für ihr Aussterben entscheidend waren. Das kann uns wichtige Hinweise geben, welche Tiergruppen in Zukunft gefährdet sind.“

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