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Von Mensch zu Mensch: Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Eine chronisch entzündliche Darmerkrankung (CED) ist eine tückische Krankheit. Sie betrifft oft junge Menschen in der Pubertät – gerade dann, wenn es losgeht mit Party, Liebe und der Freiheit von den Eltern. Viele Betroffene haben Angst, zuzugeben, dass sie nicht immer im Sozial- und Arbeitsleben mithalten können, wenn sie einen Krankheitsschub erleiden. Im Podcast „Von Mensch zu Mensch“ des Hamburger Abendblattes berichtet Prof. Kühbacher, Chefärztin an der medius Klinik Nürtingen, von der Krankheit.

Veröffentlicht von Lars Wöhrmann am 22. September 2021

Darmerkrankungen sind nicht sichtbar wie beispielsweise ein Armbruch oder eine Verletzung. Meistens leiden die Erkrankten sogar schamerfüllt im Stillen. Denn wer redet schon gerne über Toilettengänge oder darüber, dass jedes Bier zu einer Explosion im Bauch führt? Es gibt zwei unterschiedliche Formen von CED, einmal die Colitis ulcerosa, bei der nur der Dickdarm oft entzündet ist und dann Morbus Crohn, bei dem der gesamte Magen-Darm-Bereich von der Mundschleimhaut bis zum After betroffen sein kann. Insgesamt sind rund 20.000 Menschen in Deutschland von CED betroffen. Sie gelten als Zivilisationskrankheiten, denn die Zahl der Betroffenen steigt vor allem in industrialisierten Ländern.

Prof. Tanja Kühbacher
Prof. Tanja Kühbacher

„CED kann in jedem Lebensalter auftreten, doch die meisten spüren zwischen 15 und 35 Jahren die ersten Symptome. Leider sind diese oft sehr unspezifisch, und manchmal wird deswegen die Krankheit erst spät diagnostiziert. Durchfälle und Bauchschmerzen sind häufig, aber auch Gewichtsverlust und Schlappheit, dicke Gelenke oder Aftern im Zahnfleisch können Anzeichen sein“, sagt die Gastroenterologin, Prof. Tanja Kühbacher im Podcast „Von Mensch zu Mensch“. Sie ist Chefärztin an der medius Klinik Nürtingen, Stuttgart und war zuvor lange in Hamburg und an der Uni Kiel tätig. Prof. Kühbacher ist eine der renommiertesten Expertin im Bereich chronisch entzündliche Darmerkrankungen.

Abendblatt-Redakteurin Sabine Tesche spricht mit der Ärztin im Podcast über die Erkrankung und auch über ihr Engagement bei der Hamburger Stiftung Darmerkrankungen. Mit einem Stipendium von bis zu 10.000 Euro fördert die Stiftung junge Frauen und Männern mit CED, die sich dadurch Lebensträume und Berufswünsche erfüllen können. Prof. Tanja Kühbacher ist dort Vorstandsvorsitzende. Gemeinsam mit einem Kuratorium sucht sie jedes Jahr unter rund 250 Bewerberinnen und Bewerbern zehn junge Menschen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich aus, die einen besonderen Ausbildungswunsch haben.

Von Mensch zu MenschDiese Ausgabe des Podcastes gibt es ab Samstag unter www.abendblatt.de/podcast/von-mensch-zu-mensch zu hören. Der Podcast der beliebten Abendblatt-Rubrik erscheint alle 14 Tage neu, und wird abwechselnd von Sabine Tesche und Iris Mydlach moderiert. Unterstützt wird er von der HanseMerkur.

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