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Umwelt & Nachhaltigkeit

Wann wird Plastikmüll endlich überflüssig?

Plastik und die Weltmeere – eine Never Ending Story. So scheint es, denn immer noch gelangen konkret 4,8 bis 12,7 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr in die Meere dieser Welt. Damit besteht der Müll, der sich in den Ozeanen sammelt, zu drei viertel aus Plastik. 10.000 Tiere sterben jährlich daran. Laut einer neuen Studie von WWF und SYSTEMIQ kann durch eine Verpackungswende der Einsatz von Kunststoffverpackungen massiv gesenkt werden.

Veröffentlicht von Lars Wöhrmann am 15. September 2021

Gerade in Deutschland gibt es viel zu viel Plastikmüll, gegen das selbst das gut funktionierende Müllsystem in Deutschland nicht gegen ankommt. Gründe für den immer noch hohen Plastikverbrauch gibt es viele: So ist gerade in der Pandemie durch das verstärkte Onlineshoppen der Verpackungsmüll gestiegen; häufig werden Umverpackungen nur einmal genutzt, um dann direkt entsorgt zu werden. Auch der Fakt, dass Haushalte immer kleiner werden und beispielsweise Senioren und Singles zu kleineren Portionsgrößen greifen, sorgt für eine steigende Müllmenge.

Erste Schritte wurden dagegen bereits unternommen; so sind seit Sommer diesen Jahres Wegwerfprodukte aus Plastik wie z.B. Strohhalme oder Einwegbesteck verboten. Doch das reicht nicht aus, denn laut WWF brauchen wir weniger, aber dafür bessere Verpackungen. Insgesamt 33 Prozent der Verpackungen in Deutschland sind nicht recyclingfähig, weil beispielsweise verschiedene Folien miteinander verschweißt sind, die sich nicht wieder „entschweißen“ lassen.

Würde auf unnötige Verpackung verzichtet werden, würde acht Prozent weniger Plastikmüll anfallen. So könnte es für Obst und Gemüse essbare Verpackungen geben oder – aufgrund der von Natur aus „mitgelieferten“ Hülle – ganz auf Umverpackungen verzichtet werden.

Für eine Reduzierung des Mülls könnte auch Anreize geschaffen werden. So könnte der Restmüll nach Gewicht bezahlt werden – und damit diejenigen, die vorbildlich recyceln und Kunststoff in die gelbe, Altpapier in die blaue Tonne entsorgen, entlastet werden – ganz nach Vorbild der Niederlande. Frankreich will den Plastikeinsatz im Supermarkt reduzieren – per Gesetz. Wann und ob Deutschland nachzieht, ist derzeit nicht bekannt. Aber allzu viel Zeit bleibt uns und den Weltmeeren nicht mehr.

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