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Kinderschutz

Wie bereite ich mein Kind auf einen Krankenaufenthalt vor?

Um so jünger ein Kind, umso schwierig fällt es Eltern, das Kind auf einen bevorstehenden Krankenhausaufenthalt vorzubereiten. Kein Wunder, denn auf das Kind – und die Eltern – kommt einiges zu.

Veröffentlicht von Lars Wöhrmann am 14. April 2022

Ein Krankenhausaufenthalt ist für Kinder eine außergewöhnliche Belastung: Eine (zeitweilige) Trennung von den Eltern, eine unbekannte Umgebung und die Betreuung durch bis dato unbekannte Personen kann unter Umständen als Bedrohung gesehen werden. Und das bei nicht wenigen Kindern: Rund 2 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre haben pro Jahr mit einem Krankenhausaufenthalt zu rechnen, wie die Stiftung Kindergesundheit berichtet.

Eltern können ihren Kindern bereits im Vorfeld viel von der möglichen Angst nehmen. Vor allem bei den kleineren Kindern unter acht Jahren empfiehlt es sich, das Kind behutsam auf den Aufenthalt vorzubereiten. Denn: Weiß ein Kind über die Gründe und Rahmenbedingungen der Behandlung im Krankenhaus Bescheid, kann es sich besser darauf vorbereiten. So können in Rollenspielen, Bilderbüchern oder auch eine umgestaltete Puppenstube helfen, im Vorfeld auftretende Fragen spielerisch zu lösen.

Eine weitere Möglichkeit: Das sogenannte Rooming-in, dass es Eltern in speziell ausgestatteten Zimmern erlaubt, die Krankenhauszeit zusammen mit dem Kind zu verbringen. Nicht nur tagsüber, sondern auch nachts: So kann auf das Kind bei schlechten Schlaf oder Traum direkt eingegangen werden, und ein Stück weit „kuscheliges Zuhause“ stellt sich ein.

Und dieser Hinweis soll bei diesem so wichtigen Thema erlaubt sein: Es gab einen entscheidenden Anlass für die Idee des HanseMerkur Preises für Kinderschutz: Professor Dr. Hedwig Wallis, die renommierte Expertin für Kinderheilkunde am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, hat Ende der 70er Jahre eine Studie vorgelegt, die zeigt, dass kleine Kinder, die aufgrund eines Krankenhausaufenthalts von ihrer Mutter getrennt werden, massiv leiden. Wir haben – übrigens als erster Versicherer – das Ergebnis dieser Studie zum Anlass genommen, das so genannte „Rooming-in“ mit einem Mutter-und-Kind-Tarif ab zusichern.

„Wenn Kinder in ein Krankenhaus müssen, brauchen sie nicht nur eine optimale und kindgerechte medizinische Versorgung“, so Professor Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit: „Darüber hinaus ist es sehr wichtig, dass sie von geschulten Kinderkrankenpfleger und gut ausgebildeten Kinderärzten betreut werden, andere Kinder um sich haben, und so wenig wie möglich von ihren Eltern getrennt werden“.

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