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Ethik & Gesellschaft

Wie kann ich den Krieg in Europa meinem Kind erklären?

Leider kennen wir alle die Krise zwischen der Ukraine und Russland, die sich leider nicht entspannt, sondern sogar in eine anderen Richtung entwickelt hat. Wie erklärt man aber seinem Kind, das in Europa Krieg herrscht? Wie geht man mit Nachfragen seitens des Kindes um?

Veröffentlicht von Lars Wöhrmann am 28. Februar 2022

Als erstes sollte es darum gehen, zu verstehen, was der Hintergrund des Kindes bei einer Frage in Richtung der aktuellen Ereignisse ist. Versuchen Sie, ihr Kind zu verstehen, in dem Sie in Erfahrung bringen, wie das Kind auf die Frage kommt. „Wie kommst Du darauf?“ oder „Hast Du dazu Bilder gesehen? Wo hast Du sie gesehen?“ sind Fragen, die Ihnen helfen, zu verstehen, worum es ihrem Kind geht.

Eltern sollten dann auf die Frage eingehen und diese so gut es geht beantworten. Halten Sie keinen Vortrag oder zitieren Wikipedia, sondern erläutern Sie in ihrem Worten, wie es zu der Eskalation gekommen ist. Vermeiden Sie Details genauso wie ein Schönreden. Nehmen Sie die Gedanken Ihres Kindes ernst.

Hilfestellungen gibt es dazu auch im Netz. So gibt es bei neuneinhalb, ein vielfach ausgezeichnetes Reportermagazin des WDR speziell für Kinder, verschiedene Themenangebote. Nachrichten mit dem Thema „Ukraine – was ist da los?“ oder auch Lexikonwissen (für Kinder und Jugendliche aufbereitet) zu den Punkten Ukraine, Ukraine-Konflikt oder auch zur Nato helfen Kindern, das eventuell gesehene zu verarbeiten. Ein anderer Themenschwerpunkt ist beispielsweise „Was kannst Du tun, wenn die Nachrichten Dir Angst machen?“ und könnte ebenfalls hilfreich für die Kommunikation mit ihrem Kind sein. Eine andere Quelle können die ZDF-Kindernachrichten „logo!“ sein, in der unter anderem Experten Kinderfragen beantworten oder die Sicht Putins auf den Ukraine-Konflikt aufzeigt.

Sie sehen, Sie sind mit Kinderfragen und -antworten nicht allein. Hoffen wir auf ein friedliches und baldiges Beilegen dieses Konfliktes.

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