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Umwelt & Nachhaltigkeit

Zero-Waste: Drei Ideen aus Hamburg

Dass sich das Bewusstsein der Konsumenten zu Gunsten der Nachhaltigkeit ändert, ist längst kein Geheimnis mehr. Laut Statista Report „Nachhaltiger Konsum in Deutschland 2021“ gibt jeder zweite Verbraucher an, das Konsumverhalten aus Gründen der Nachhaltigkeit geändert oder angepasst zu haben. Wir stellen drei Unternehmen oder Start-ups vor, die den Konsumenten mit innovativen Lösungen dabei helfen.

Veröffentlicht von Lars Wöhrmann am 24. Januar 2022

Einen Boom in der Pandemie erlebten zum Beispiel die Kerzen. Wenn man schon länger als geplant Zeit in den eigenen vier Wänden verbringen muss, soll es auch heimelich und gemütlich sein. Doch wie nachhaltig sind beispielweise Teelichter? Bei Cup Candle gibt es kompostierbare Teelichter; in der Serie „Light.One“ besteht die Brennpasse aus pflanzlichen Wachs aus europäischer Ernte. Die Hüllen der Teelichter bestehen aus Zellulose und Bio-Polymer, der Docht aus einem Baumwollfaden. Bleibt noch das kleine Plättchen, an dem der Docht befestigt ist: dieser soll bis 2024 durch einen vollkompostierbaren Stoff ersetzt, damit das Teelicht wirklich zu 100 Prozent nachhaltig ist.

Die strohmi Naturstrohhalm GmbH hat sich einer anderen Problematik gewidmet: Dem EU-Verbot von Plastikstrohhalmen. Immerhin ist Deutschland (nach Großbritannien) der größte Trinkhalm-Verbraucher in der EU: Rund 4,8 Milliarden Plastikstrohalme wurden 2018 schätzungsweise hierzulande verbraucht. So wird in Schleswig-Holstein eigenes Bio-Roggensaatgut angebaut und in der JVA Lübeck weiterverarbeitet. So werden nicht nur in Handarbeit individuelle Bio-Strohhalme gefertigt, es hilft den Insassen auch bei der Resozialisierung.

Bei „Loses Mundwerk“ im Hamburger Westen gibt es alles unverpackt: Bio-Lebensmittel, Naturkosmetik oder Reinigungsmittel. Das Prinzip ist einfach: Die Kunden bringen ihre eigenen Behälter mit und füllen sich die gewünschte Menge ab. Das hilft nicht nur, Umverpackungen zu sparen, sondern sorgt auch dafür, dass sich die Kunden nur soviel einfüllen, wie sie auch benötigen (und nicht zu XXL-Packungen greifen, wovon vielleicht nicht alles genutzt wird und am Ende Teilmengen im Müll landen).

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