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Umwelt & Nachhaltigkeit

Ich will, dass ihr in Panik geratet!

Fridays for Future: So nennt sich die aktuelle Jugendbewegung zum Klimawandel – losgetreten von der 16-jährigen Klimaaktivistin Greta Thunberg aus Schweden. Seitdem die junge Schwedin über die sozialen Netzwerke bekannt wurde, tun es ihr Jugendliche aus Belgien, Schweden, Australien und Deutschland gleich – sie schwänzen jeden Freitag die Schule, um für Aufmerksamkeit gegen den Klimawandel zu demonstrieren.

Veröffentlicht von Marie Mävers am 5. Februar 2019

Am vergangenen Freitag den 25. Januar hat Greta Thunberg auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, einem jährlichen Treffen internationaler Wirtschaftsgrößen, eine Rede gehalten. Mit den Worten: „Ich will, dass ihr in Panik geratet“, sollten alle die Angst spüren, die sie selbst jeden Tag empfindet.

Die Aufmerksamkeit für die junge Schwedin ist durch ein einfaches Video in den sozialen Medien aufgekommen. Es zeigt die 16-jährige Klimaaktivistin bei ihre selbstbewussten und vor allem inhaltlich erwachsenen und starken Rede am 15. Dezember 2018 auf der „UN Climate Change COP24 Conference“ im polnischen Kattowitz. Seitdem verbreiten sich unter den Hashtags #ClimateStrike #FridaysForFuture #Youth4Climate #YouthUnstoppable viele weitere Aktionen zum Klimaschutz von Jugendlichen im Netz. Alle haben sie zum Vorbild: Greta Thunberg.

Das Engagement von Greta hat aber schon weit vor ihrer berühmten Rede begonnen. Seit dem 20. August 2018 streikt sie jeden Freitag vor dem schwedischen Parlament gegen den Klimawandel und das bei Wind und Wetter. In einem Interview mit dem Spiegel berichtete sie kürzlich, dass ihre Eltern davon nicht besonders begeistert waren. „Sie sagten, wenn ich das tun würde, müsste ich es alleine tun und ohne ihre Unterstützung.“

Die Schattenseite ihrer Berühmtheit und ihrem kühnen Engagement sind die Gegner der Klimaaktivisten. Sie werfen ihr vor eine gestellte Klima-Ikone, initiiert als PR-Kampagne von Umweltaktivisten, zu sein. Außerdem ist sie anders. In unserer Gesellschaft leider häufig ein Anlass, deshalb verurteilt zu werden. Sie leidet unter dem Asperger-Syndrom. „Manche Menschen verhöhnen mich wegen meiner Diagnose“, sagt sie. „Aber Asperger ist keine Krankheit, sondern ein Geschenk.“ Für sie gibt es eben nur schwarz oder weiß und das bringt sie mit einer Deutlichkeit zum Ausdruck, wie kein Politiker. Wäre sie „normal“ und sozial, hätte sie sich einer Organisation angeschlossen oder eine Organisation gegründet. Aber da sie nicht so gut darin sei, sich mit Leuten zusammenzutun, habe sie eben alleine mit dem Schulstreik begonnen. Das manche Menschen behaupten, ihre Eltern hätten sie „gehirngewaschen“ widerlegt sie ebenso. Es ist eher umgekehrt: „Ich habe meinen Eltern das Gehirn gewaschen. Ich habe sie überzeugt, nicht mehr zu fliegen und kein Fleisch mehr zu essen.“

Es bleibt spannend zu beobachten wie weit Greta Thunberg und ihre vielen jugendlichen Anhänger aus aller Welt mit ihren Demonstrationen noch gehen werden. Eins ist sicher: Durch die sozialen Netzwerke können sie sich weltweit vernetzen und zusammen aktiv sein. Das trifft sich für Greta sehr gut, denn sie reist nirgendwo hin, wofür sie ins Flugzeug steigen müsste.

„We can no longer save the world by playing by the rules. It’s time to rebel to save the future.” – Greta Thunberg, 16-jährige schwedische Klimaaktivistin im Streik. Ihrem Beispiel folgen viele Jugendliche, auch in Deutschland.

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