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Umwelt & Nachhaltigkeit

Der letzte Strohhalm

Mit großer Mehrheit hat das EU-Parlament ein Verbot für viele gängige Wegwerf-Produkte aus Plastik beschlossen. Mit dem Strohhalm insbesondere ein Produkt, das uns auf ganzer Linie immer im Irrglauben gelassen hat. Erstens, ist er anders als der Name sagt aus Plastik und zweitens, er ist aus Plastik!

Veröffentlicht von Marie Mävers am 26. Oktober 2018

Der Strohhalm und mit ihm Plastikteller, Plastikbesteck, dünne Plastiktüten und andere Einwegprodukte sollen innerhalb der nächsten drei Jahre vom Markt verschwinden. Das EU-Parlament ist damit dem Vorschlag der EU-Kommission gefolgt und ist mit dieser Entscheidung keine Sekunde zu früh. Der Verbrauch von Plastik hat weltweit enorm zugenommen und wirkt sich drastisch auf die Umweltverschmutzung aus. Insbesondere unsere Meere sind davon betroffen.

Jeder EU-Bürger erzeugt jährlich durchschnittlich 31 Kilogramm Plastikmüll. Nur ein Drittel davon wird wieder verwertet. Ebenso wie es ein Trugschluss ist, dass ein Strohhalm nicht aus Stroh besteht, so produzieren wir den Müll nicht nur, er gelangt durch verschiedene Nahrungsketten auch wieder zurück in unseren Körper. Wissenschaftler haben in einer Studie offengelegt, dass bei der Prüfung von Stuhlproben der Probanden, in allen Mikroplastik zu finden war. Überraschend ist das Ergebnis nicht. Mikroplastik befindet sich nicht nur in unseren Meeren und somit auch in der Nahrungskette der Tiere, die wir essen, es ist auch Bestandteil von Zahnpasta und Kosmetikprodukten. Klar ist noch nicht, welche Folgen das für den menschliche Körper hat. Positiv werden sie wohl nicht sein.

Auch wenn noch weitere Anträge zum Verbot anderer Plastik-Produkte auf dem Tisch lagen, hat die EU-Kommission zunächst nur Produkte in das Gesetz mit aufgenommen, für die ein Alternativprodukt auf dem Markt ist. Zum Beispiel kam aus Dänemark der Vorschlag zum Verbot von Luftballons. Durch entsprechende Winde gelangt unnötig viel Plastikmüll, verursacht durch Feste und Großveranstaltungen, von Großbritannien nach Dänemark. Weitere Maßnahmen und Verbote wie diese sind in Planung. Auch wenn die Vorstellung von Plastik in unseren Meeren und Mägen sehr beunruhigend ist, tut es gut zu hören, dass die politische Führung in Europa in die richtige Richtung geht. Jetzt müssen diesem Beschluss nur noch die EU-Mitgliedsstaaten folgen und es in ihren Ländern umsetzen.

Es ist schön zu hören, dass wir in der HanseMerkur nicht nur mit der Zeit gehen, sondern auf eigene Initiative hin, bereits seit Jahren auf Plastik-Produkte verzichten. Die Brötchentüten und sämtliche „Plastik-Teile“ wie z.B. die ToGo Becher für Obstsalat oder Salate sind entweder aus PLA (Polylactid – „Bio-Kunststoff)“), einer Maisstärke oder recycelter Pappe und PLA Folie. Diese Produkte werden im La Mehr bereits seit 6 Jahren verwendet. Außerdem befinden sich in unserem Getränkekühlschrank bewusst und ausschließlich Flaschen aus Glas. Auch das Thema Strohhalme ist brandaktuell. Momentan werden die letzten Strohhalme verbraucht und keine neuen nachbestellt, sodass die HanseMerkur in kurzer Zeit auch in diesem Bereich plastikfrei sein wird.

Salatschüsseln aus recycelter Pappe
Auch die Obstschälchen sind nicht aus Plastik!
Plastikbecher aus Maisstärke
Im Getränkekühlschrank befinden sich keine Einweg Pfandfalschen aus Plastik

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