HanseMerkur

Achtung: Neue Bewerbungsfrist!

Bewerben Sie sich schon jetzt für den HanseMerkur Preis für Kinderschutz 2019. Die Bewerbungsfrist endet am 31. August 2019. Weitere Informationen finden Sie hier.

Umwelt & Nachhaltigkeit

Klima Basics: Wetter- und Klimaextreme

Rekordhitze, extreme Kältewellen, Wirbelstürme und Gewitter mit Starkregen und Hagel – die Auswirkungen des Klimawandels sind unübersehbar. In unseren Klima Basics erklären wir Ihnen heute, wie die Veränderung des Klimas solche extremen Wetterereignisse verursacht.

Veröffentlicht von Silke Hirschfeld am 11. März 2019

Durch den Klimawandel, vor allem durch den Treibhauseffekt, ist die Zahl der Hitzewellen signifikant gestiegen. Während zwischen 1951 bis 1980 weniger als ein Prozent der Landfläche der Erde außergewöhnlich hohe Temperaturen im Sommer aufzeigte, waren es von 2001 bis 2010 bereits zehn Prozent.

Bei höheren Temperaturen kann die Luft mehr Wasserdampf aufnehmen. Der Wasserkreislauf wird intensiviert, so dass es zu höheren Niederschlagsmengen kommen kann. Aktuell können 18 Prozent der weltweiten Starkregenereignisse auf die globale Erwärmung zurückgeführt werden. Wenn beispielsweise über dem Mittelmeer, das sich in den letzten Jahrzehnten deutlich erwärmt hat, mehr Wasser verdunstet und dieses durch eine bestimmte Anordnung von Hoch- und Tiefdruckgebieten nach Norden transportiert wird, kann dies zu Starkregen und Überschwemmungen in Mitteleuropa führen, während Südeuropa parallel unter einer Dürreperiode leidet.

Die steigende Wassertemperatur bzw. die damit verbundene Wasserverdunstung ist zudem maßgeblicher Antrieb für Gewitter, die oftmals mit Starkregen, Hagel, Sturmböen und Wirbelstürmen einhergehen. Diese können Schäden in Milliardenhöhe verursachen. Der in der in der aufsteigenden feuchtwarmen Luft enthaltene Wasserdampf kondensiert in der Höhe, setzt dabei Wärmeenergie frei und verstärkt so den Prozess der Gewitterbildung. Da durch den Klimawandel die Luft wärmer wird und deshalb mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann, kann bei der Kondensation auch mehr Energie freigesetzt werden. Deshalb ist zu erwarten, dass sich zukünftig mehr und auch stärkere Gewitter bilden können. Allein für Deutschland wurde eine Zunahme in den letzten Jahrzehnten beobachtet. Die Wissenschaft rechnet damit, dass nicht nur die Anzahl, sondern auch die Intensität weiter steigen wird.

Aber der Klimawandel ist kein deutsches Problem, sondern ein globales, zu dem jedes Land beiträgt und auch die globalen Auswirkungen zu spüren bekommt. Natürlich können wir die Hände in den Schoß legen und der Industrie die Schuld geben. Das ist auch nicht ganz falsch, aber das Klima retten wir damit nicht. Eine Autoindustrie gibt es schlussendlich nur, weil es so viele Autofahrer gibt. Und eine Massentierhaltung rentiert sich nur, wenn viel Fleisch konsumiert wird und die Käufer auf günstige Preise Wert legen. Also, Industrie hin oder her, wenn jeder bei sich selbst anfängt, sind wir bereits einen großen Schritt weiter.

In der nächsten Woche erfahren Sie, welchen Einfluss der Klimawandel auf unsere Ökosysteme hat.

Wenn Sie nicht so lange warten wollen, können Sie das Kapitel natürlich vorher im Buch „Kleine Gase, große Wirkung“ nachschlagen:

Kleine Gase – große Wirkung
Der Klimawandel
Autor/en: David Nelles, Christian Serrer
EUR 5,00
KlimaWandel GbR, ISBN: 3981965000
Empfohlen ab 14 Jahre.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*