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Sport & Gesundheit

Nicht reden, machen!

Gelebte Inklusion. Das ist wohl leichter gesagt als getan. Doch die diesjährige Schirmherrin vom HanseMerkur Preis für Kinderschutz, Edina Müller, zeigt uns allen, wie das geht.

Veröffentlicht von Mia Holland am 5. September 2017

Begeistert stellen wir in der HanseMerkur wieder einmal fest: Gelebte Inklusion gibt es! Das zeigte uns Edina Müller. Sie ist nicht nur die diesjährige Schirmherrin des HanseMerkur Preises für Kinderschutz gewesen, sondern seit heute auch deutsche Meisterin im ersten inklusiven Mixed Kanurennen. Am vergangenen Samstag holte die querschnittsgelähmte Powerfrau zusammen mit ihrem Teamkollegen Ronald Rauhe die Goldmedaille in München. Die beiden sind ein super Team, bestehend aus dem schnellsten deutschen Kanuten über 200 Meter und der schnellsten deutschen Parakanutin in ihrer Klasse.

In dem sogenannten inklusiven K2-Boot, mit welchem die beiden ihr Rennen bestritten haben, sitzt der Kanute vorn und der Parakanute hinten. Das hat einen einfachen Grund, wie uns Edina Müller erklärt: „Wir (Parakanuten) können ja nicht mit den Füßen steuern.“ Doch bei ihrem Rennen gingen nur vier solcher Boote an den Start. Der Grund hierfür war, dass K2-Boote in vielen Vereinen häufig fehlen. Doch die Goldmedaillen-Gewinnerin freut sich auf die Deutsche Meisterschaft in Hamburg nächstes Jahr. Sie ist der Meinung, ihr inklusives Mixed Kanu-Rennen konnte deutlich zeigen, wie inklusiv der Sport sein kann. In Hamburg soll das Rennen dann größer aufgezogen werden. Das finden wir super, denn nächstes Jahr sind wir dann live dabei.

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Am Wochenende gab es jedoch nicht die erste Auszeichnung für die Leistungssportlerin. Edina Müller ist neben Parakanutin auch Rollstuhlbasketballerin und betreibt ihre Sportarten mit viel Erfolg. Zuletzt wurde sie 2016 Silbermedaillengewinnerin beim Kanusprint der Paralympics in Rio. Ihr nächstes ganz großes Ziel ist eine Medaille bei den Olympischen Spiele in Tokio in 2020.

Sie sagt es nicht nur, sie macht es. Die Inklusion ist ihr ein wichtiges Anliegen, das zeigt und lebt sie auch. Zu unserer Preisverleihung des HanseMerkur Preis für Kinderschutz sagte sie in ihrem Grußwort „Ein symbolischer Ausdruck von Inklusion mag sein, dass ich in 36 Jahren die erste Schirmherrin dieser renommierten Auszeichnung bin, die im Rollstuhl vor Ihnen sitzt.“
Wir finden ihr Engagement super und der Erfolg gibt ihr Recht.

Schauen Sie sich doch gerne das inklusive Mixed Kanu-Rennen der Deutschen Meisterschaft von Edina Müller und Ronald Rauhe hier auf ihrer Facebookseite an:

https://www.facebook.com/EdinaMueller07/videos/1225925390878429/

 

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2 Gedanken zu „Nicht reden, machen!“

  1. Sehr schon, so soll es sein.
    Das war ein tolles Rennen.
    Vielleicht könnte die HanseMerkur uns bei dem Vorhaben Deutsche Meisterschaft 2018 in Hamburg unterstützen. Wir benötigen in Hamburg noch 1-2 Mannschaftsboote für die Inklusiven Rennen bei der Meisterschaft, aus Mangel an Booten konnten nicht alle Fahrer starten.
    Wir würden uns freuen.

    Cheftrainer Parakanu
    Arne Bandholz

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