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Beruf & Familie

Einmal Regenbogenpfannkuchen, bitte!

Heute ist internationaler Tag der Familie und diesem gebührt dieses Jahr eine ganz besondere Aufmerksamkeit. Denn so wie sich für uns alle, aufgrund der Corona-Pandemie, unser Leben und insbesondere unser Alltag verändert hat, durchleben vor allem die Familien eine intensivere Zeit zusammen – Zeit die sie in dieser Form zusammen nicht kannten. Dass diese gemeinsame Zeit auch anstrengend sein kann oder gar familiäre Gewalt auslösen kann, haben wir Ihnen in den letzten Wochen bereits erläutert. Heute möchten wir unser Augenmerk auf die positiven Seiten, dieser gewonnenen Zeit als Familie widmen und einen Schlenker zu der Ernährung machen.

Veröffentlicht von Marie Mävers am 15. Mai 2020

Kurz vor der Schule oder der Kita ein Müsli vor die Nase gestellt – oder doch lieber das Nutellabrot? Bei der immer knappen Zeit am Morgen können die Eltern im Zweifel „nur“ dafür sorgen, dass die Kinder etwas essen bevor es aus dem Haus geht. Die Eltern schlürfen währenddessen vielleicht ihren Kaffee, denn essen geht morgens noch nicht so gut. Sind beide Eltern berufstätig, versorgt sich jeder beim Mittagessen selbst bzw. die Kinder werden versorgt. Abends kommen dann alle an einen Tisch. Selbst gekocht, eine Brotzeit oder doch einmal etwas vom Lieferservice, weil keine Zeit zum Einkaufen war? Immer mit der Hoffnung, dass es bei der vielen Arbeit, überhaupt alle Familienmitglieder zumindest abends an einen Tisch schaffen. Und so geht Tag für Tag immer wieder Zeit verloren, die wir uns als Familie oder Wohngemeinschaft für unsere gemeinsamen Mahlzeiten nehmen könnten – dabei sind diese Zeiten für alle so wichtig.

Insbesondere wenn man bedenkt, dass die Eltern ihren größten Widersacher in der Ernährung ihrer Kinder unterschätzen – die Werbung. Einer Langzeitstudie mehrerer US-Universitäten eröffnete kürzlich in ihren Ergebnissen die Erkenntnis, dass Kinder, die Fast-Food-Werbung sehen,  rund doppelt so häufig Fast Food essen wie Kinder, die nicht einem derartigen Werbeeinfluss ausgesetzt sind. „Die Ergebnisse zeigen, dass Werbung Kinder sogar stärker beeinflussen kann als das gute Vorbild der Familie“, erklärt Barbara Bitzer, DANK (Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten)-Sprecherin und Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft. „Solche Werbung konterkariert alle Bemühungen, Kindern gesunde Ernährung zu vermitteln. Selbstverpflichtungen der Industrie haben sich hier als wirkungslos erwiesen. Daher hilft nur ein Verbot, um Kinder vor dem gesundheitsschädlichen Einfluss von Werbung zu schützen.“

Neben diesem Verbot besteht gerade in der aktuellen Zeit die Chance, als Familie an einer gesunden Ernährung zu arbeiten. Denn natürlich kostet selbst kochen mehr Zeit, insbesondere wenn die Kinder in diesen Prozess integriert werden sollen. Es macht aber nicht nur sehr viel Spaß, sie geben Ihren Kindern die Möglichkeit neue Lebensmittel zu entdecken und dadurch, dass die Kinder es selbst gekocht haben, die Chance neue Sachen zu probieren. Zum Start habe ich deshalb heute noch eine Buchempfehlung für Sie. Das Familienkochbuch „Little Green Kitchen“ (Die grüne Familienküche) widmet sich der Schwierigkeit vieler Familien, jeden Tag eine gesunde Mahlzeit auf den Tisch zu zaubern. Mit Dino-Burgern, Regenbogenpfannkuchen und Sushi-Burrito-Rollen kommt nicht nur abwechslungsreiches Essen, sondern auch Spaß auf den Familien-Esstisch. Das Paar hinter diesem Kochbuch sind David Frenkiel und Luise Vindahl, die mit ihrer Familie in Stockholm leben. Mit ihrem preisgekrönten vegetarischen Food-Blog Green Kitchen Stories sind sie auf der ganzen Welt bekannt und engagieren sich seit zehn Jahren für eine „grünere“ Esskultur. 

„Die grüne Familienküche“ Verlag: Knesebeck, 70 Rezepte auf über 208 Seiten, 35 Euro. (Die englische Version „Little Green Kitchen“ gibt es schon für 18,99 Euro)

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