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Beruf & Familie

Gestartet im Ausnahmezustand

Zur Zeit wechseln die diesjährigen Schulabgänger ins Berufsleben. Gar nicht so einfach ein Unternehmen kennenzulernen, wenn die meisten Mitarbeiter im Homeoffice sind. Wie gut der Start trotzdem gelingen kann, erleben wir aktuell bei uns im Haus, das gerade von 14 jungen neuen Kollegen erkundet wird.

Veröffentlicht von Silke Hirschfeld am 17. August 2021

Wie die Handelskammer Hamburg in ihrem jüngsten Ausbildungs-Newsletter verkündete, standen in diesem Jahr rund 20 Prozent weniger Ausbildungsplätze zur Verfügung als 2019. Im Fokus stehen dabei Betriebe, die eine „vor-Ort-Präsenz“ erfordern und besonders von einem Lockdown betroffen sind. Die Versicherungsbranche ist hiervon also wenig berührt. Aber wie sieht sie aus, die Ausbildung unter Coronabedingungen? Wie gelingt der Wechsel von der Schulbank auf den Küchenstuhl, der vorübergehend als Bürostuhl herhalten muss? Und wie bindet ein Unternehmen junge Berufseinsteiger an das eigene Haus, in dem sie sich kaum aufhalten?

Die gute Nachricht vorweg: Am 2. August sind bei uns wieder 14 neue Auszubildende und duale Studenten gestartet! Die Anzahl entspricht der der Vorjahre. Und da ein erfolgreicher Start am besten gelingt, wenn man ein Team aufeinander einschwört, sehen die ersten Wochen für das erste Ausbildungsjahr fast so aus wie immer: Nach einer Einführungswoche, die traditionell in Mölln stattfindet, folgen vier Schnupperwochen in der Hauptverwaltung. Für die Einführungswoche wurde ein eigenes Hygiene-Schutzkonzept entwickelt, damit die Teilnahme für jeden sicher ist. Während der vier Schnupperwochen durchlaufen die Auszubildenden und dualen Studenten gerade diverse Fachbereiche im Haus, um sich einen guten Überblick zu verschaffen. Die Ausbilder der einzelnen Abteilungen kommen dafür aus dem Homeoffice für eine „vor-Ort-Betreuung“ ins Büro.

Als die Pandemie im März 2020 bei uns ankam, schickte der Vorstand rund 90 Prozent der Belegschaft ins Homeoffice. Wie die meisten Unternehmen mussten wir am Anfang viel improvisieren, unsere technische Ausstattung und vor allem unsere digitalen Fähigkeiten verbessern. Kaum zu glauben, dass vor gerade mal eineinhalb Jahren eine Videokonferenz etwas Besonderes war und wir den Begriff „hybrid“ nur mit klimafreundlicher Fahrzeugtechnologie in Verbindung brachten.

Das jüngste Lehrjahr war zu der Zeit gerade einmal vier Monate im Einsatz. Auch sie mussten gemeinsam mit ihren Ausbildern Lösungen finden, um im Homeoffice nicht ins Hintertreffen zu geraten. Die beiden folgenden Lehrjahre hatten es da wesentlich einfacher. Zum einen haben wir uns als Arbeitgeber sehr schnell und gut in die neue Arbeitswelt eingelebt und die Prozesse entsprechend angepasst; zum anderen kennen die Berufseinsteiger zumeist keine andere Arbeitswelt, so dass sie sich auch nicht umstellen müssen. Auch die Hoch- und Berufsschulen sind mittlerweile besser aufgestellt, wobei hier sicher noch Luft nach oben ist.

Auf meine Frage, ob die Personalabteilung regelmäßige Videokonferenzen organisiert, um den Teamgeist zu fördern, erklärte mir Ausbildungsleiter Florian Krehl nicht ganz ohne Stolz, dass die Azubis das aus eigenem Antrieb heraus machen und sich selbst organisieren. „Die Azubis und dualen Studenten genießen bei uns einen großen Vertrauensvorschuss“, sagt er. So werden sie von Anfang an mit der nötigen Technik ausgestattet und können in Abstimmung mit ihren Ausbildern bestimmen, von wo aus sie arbeiten möchten. Viele kommen lieber ins Büro, weil der heimische Küchentisch auf Dauer zum Arbeiten eben doch nicht so geeignet ist und sie den Anschluss an die Kollegen suchen.

Haben sich unter den erschwerten Bedingungen denn die Leistungen verschlechtert? „Im Gegenteil!“, freut sich Krehl. Denn dadurch, dass jeder selbst bestimmen kann, wo er welche Aufgaben am besten erledigt, sind die Leistungen eher noch besser geworden.

Wir wünschen unseren Auszubildenden und dualen Studenten weiterhin viel Erfolg – sowohl in der HanseMerkur als auch im Home Office!

 

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