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Sport & Gesundheit

Es geht um mehr als Geld

Anlässlich seines stolzen 25-jährigen Dienstjubiläums bei der HanseMerkur wünschte sich Michael Mertens, unser Leiter der Abteilung Sach/HUK-Betrieb, von seinen Gratulanten keine Geschenke. Stattdessen stellte er eine Spendendose für die DKMS auf. Bei einem persönlichen Gespräch mit ihm erfuhren wir, dass es hier um mehr geht als um Geld.

Veröffentlicht von Silke Hirschfeld am 20. September 2017

„Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein!“ Das ist der Slogan, mit dem die DKMS wirbt und der in diesem Blog in den letzten Wochen häufig Erwähnung fand. In den meisten Fällen passiert danach leider nichts, weil es selten vorkommt, dass die Merkmale von Spender und Empfänger ausreichend übereinstimmen, obwohl die DKMS an eine weltweite Datenbank angeschlossen ist.

Bei Michael Mertens war das anders: Als er sich vor zehn Jahren registrieren ließ,passierte auch erst einmal nichts. Und dann erhielt er Jahre später ein Schreiben der DKMS mit der Aussage, dass er ein infrage kommender Spender sei und der Bitte, weitere Untersuchungen zur näheren Bestimmung durch den Hausarzt durchführen zu lassen. Es folgten Untersuchungen und der Schriftwechsel setzte sich fort bis er vor die verbindliche Entscheidung gestellt wurde, sich als Spender zur Verfügung zu stellen.

Die aufwändige Entnahme aus dem Beckenkamm wurde im Mertens’schen Familienrat besprochen, auch um den Kindern die Ängste vor Papas Krankenhausaufenthalt zu nehmen. Doch dann war die Entscheidung klar: Papa macht’s!

Zum Schutz der Privatsphäre hat die DKMS im Falle einer Stammzellenspende eine beidseitige Kontaktsperre von zwei Jahren eingerichtet. Jede Spende wird aber von einem sogenannten Fallmanager betreut, bei dem man sich regelmäßig nach dem Verlauf und der gesundheitlichen Verfassung des anderen erkundigen kann. Das hat Michael Mertens natürlich getan.

Der damals 13-jährige Junge, der die Stammzellenspende erhalten hat, ist mittlerweile gesund. Inzwischen ist er 18 Jahre alt. Und inzwischen hat er seinem Spender geschrieben, weil er wissen wollte, wer ihm damals die so lebenswichtigen Zellen gespendet hat. Seit Monaten entwickelt sich auf dem Postweg ein sensibles Kennenlernen zweier Menschen, die sich nie begegnet sind und gleichzeitig eine so wichtige Verbindung zueinander haben.

„Ich habe ihm angeboten, dass wir uns auf einer meiner nächsten Reisen treffen, erst einmal langsam, auf einen Kaffee. Wenn er mag.“, erzählt uns Mertens. Mehr Gründe für die Spendendose auf dem Tisch brauchen wir nicht – und einen besseren Grund gibt es auch nicht.

„Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein!“ ist halt doch nicht einfach nur ein Slogan.

Wenn auch Sie Spender sein wollen, erfahren Sie alles nötige direkt auf der Homepage der DKMS.

 

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