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Sport & Gesundheit

Gemeinsam stark in Pink – ein Herzensprojekt

Vier Jahre lang gab es auf der Hamburger Alster den Paddelcorso von Hamburg wird Pink meets Paddle for Hope. Doch auch hier ist in diesem Jahr alles anders. Wie schafft man trotz Corona ein nachhaltiges Bewusstsein für Brustkrebs und die Maßnahmen zur Früherkennung? Wie schafft man Gemeinschaft in Zeiten des Social Distancing?

Veröffentlicht von Silke Hirschfeld am 3. November 2020

Vor einigen Monaten überlegten wir mit Anna Hesse und Theresa Hallermann, was wir statt des traditionellen pinken Paddelcorsos auf der Alster in diesem Jahr gemeinsam mit dem Mammazentrum Hamburg am Krankenhaus Jerusalem auf die Beine stellen können, um auf das Thema Brustkrebs und die Möglichkeiten zur Früherkennung aufmerksam zu machen. Denn nach wie vor erkranken jährlich durchschnittlich 70.000 Frauen (und auch Männer), rund 18.000 sterben daran. Und obwohl die Heilungschancen bei rechtzeitiger Diagnose gut sind, nutzen nur 50 Prozent die Möglichkeiten zur Früherkennung.

COVID-19 hat an diesen Zahlen nichts geändert, aber an den Umständen: Die Patientinnen müssen noch vorsichtiger sein, denn sie zählen zur Hochrisikogruppe, und Social Distancing treibt sie schnell in eine Isolation. Die wenigen offenen, emotionalen und vertrauensvollen Gespräche, die sie zum Beispiel mit Ärzten oder dem Klinikpersonal führen, finden hinter einem Mund-Nasen-Schutz statt. Der Mund-Nasen-Schutz, das wohl populärste „Accessoire“ des Jahres. Von der Regierung verordnet tragen wir ihn alle zu unserem Schutz in vielen Bereichen unseres Lebens.

So haben wir kurzerhand aus der Not eine Tugend gemacht: die Agentur hesse und hallermann hat 900 Masken in leuchtendem Pink anfertigen lassen und sie kostenlos über ihren Online-Shop verteilt. Einzige Bitte war, dass die Empfängerinnen uns ein Selfie mit der Maske schicken, aus denen ein Kampagnenfilm entstehen sollte. Parallel dazu bekamen wir von der wunderbaren Künstlerin Imany die Erlaubnis ihren Song No more fight left in me für den Film zu nutzen.

Womit wir bei der Idee nicht gerechnet hatten, war die starke Gemeinschaft, die mit der Aktion entstanden ist. Auf der Facebookseite von Hamburg wird Pink! gingen nicht einfach nur Bestellungen ein. Vielmehr fand ein solidarischer und motivierender Austausch statt, den es so nur selten gibt. Frauen beschrieben ihre eigene Geschichte. Männer schilderten, wie schwer die Situation auch für die Familien ist. Alle sprachen sich gegenseitig Mut zu und niemand war mehr ganz allein in seiner Situation.

So schrieb Melanie: „Hallo, ich finde die Aktion super und hätte gerne eine Maske. Ich bin nicht selbst betroffen, aber meine Zwillingsschwester… Zusammenhalt ist bei dieser Krankheit super wichtig!“

Anna A. schrieb: „Was für eine tolle Idee! Ich hätte gerne eine Maske. Endlich free of Cancer – nach 22 Jahren Kampf!“

Anikas Post: „Hallo Ihr Lieben, tolle Arbeit, die Ihr macht. Ich hätte gerne so eine Maske, da ich letztes Jahr selbst den Verdacht auf Brustkrebs hatte und viele in meinem Umfeld kenne, die leider nicht zu den Vorsorgeuntersuchungen gehen. Mit dieser Maske möchte ich immer wieder daran erinnern, wie wichtig es ist.“

Als der Film dann am Samstag online ging, trauten wir unseren Augen kaum: Das Feedback war überwältigend und innerhalb von zwei Tagen hat er rund 3.600 Personen auf der Hamburg wird Pink!-Seite erreicht! Er wird fleißig immer weiter geliked und geteilt und verbreitet so die klare Botschaft: Früherkennung rettet Leben!

Wir freuen uns, dass wir dieses tolle Projekt unterstützen konnten, um auf das Thema aufmerksam zu machen – vor allem aber, um diese starke, beeindruckende und berührende Gemeinschaft zu erleben. Vielleicht sehen wir uns im kommenden Jahr alle auf der Alster wieder, natürlich in Pink.

 

One thought on “Gemeinsam stark in Pink – ein Herzensprojekt”

  1. Das ist eine ganz tolle Sache. Ich bin selber 2018 an Brustkrebs erkrankt. Ich hätte auch sehr gerne eine pinke Maske.ich habe durch eine Freundin, die auch an Brustkrebs erkrankt war darüber informiert. Toll

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