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Kultur

Ein Hoch auf die Maus

Wer kennt sie nicht, die Lach- und Sachgeschichten, die uns seit unserer Kindheit zu Beginn immer in verschiedenen Sprachen begrüßen? Es ist kaum zu glauben, dass die kleine orangefarbene Trickmaus in diesem Jahr tatsächlich ihren 50. Geburtstag feiert. Dabei hätte alles ganz anders kommen können… Ein kurzer Rückblick und ein toller Ausblick mit einer Mitmachaktion für Kinder.

Veröffentlicht von Tanja Johannsen am 8. Juli 2021

Der 7. März 1971 war die Geburtsstunde der Sendung mit der Maus: Um 11 Uhr wurden damals erstmals die „Lach- und Sachgeschichten“ in der ARD ausgestrahlt. Angekündigt als „Magazin für die Jüngsten“ waren damals sechs Folgen in acht Tagen vorgesehen. Dabei stand damals noch gar nicht fest, dass die Maus das titelgebende Tier sein würde. In der damaligen Redaktion wurde auch ein anderes Tier diskutiert, dass ebenfalls in einer der Bildergeschichten vorkam: ein Nilpferd. Aber die orangefarbene Maus mit den braunen Armen und Beinen, gezeichnet von Isolde Schmitt-Menzel, setzte sich schlussendlich durch. Sonst würde die Sendung heute wahrscheinlich „Die Sendung mit dem Nilpferd“ heißen.

Erinnern Sie sich auch noch an den Anfang einer jeden Sendung, der immer in einer anderen Sprache wiederholt wurde? Haben Sie auch in den ein, zwei Sekunden der Stille danach, bevor die Auflösung kam, geraten, welche Sprache das sein könnte? Tatsächlich macht die Maus das bereits seit ihrem Start 1981. Damals wie heute sollten möglichst alle Kinder für die Sendung begeistert werden, auch die Söhne und Töchter von Gastarbeitern. Entsprechend wechseln sich die Sprachen immer wieder ab: Italienisch, Portugiesisch, Türkisch, Arabisch oder Rumänisch, Schwedisch, Kurdisch, Englisch oder Französisch. Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Selbst Klingonisch war schon dabei – zur Begeisterung aller Trekkie-Fans.

Und wer könnte sich die Sendung ohne den Armin vorstellen? Heute keiner mehr. Armin Maiwald ist tatsächlich seit 50 Jahren Kopf und Herz der Sendung. Zusammen mit Siegfried Mohrhof, Monika Paetow und Gert K. Müntefering entwickelte er das Format. Dabei hat es sich das Gründungsteam nicht leicht gemacht: Drei Jahre lang diskutierten sie, wie eine Sendung dieser Art aussehen könnte. Als sie dann die ersten Sendungen produziert hatten, hagelte es nach der Ausstrahlung Kritik – vor allem von Pädagogen und Lehrern. Die kurzen Filme seien für Kinder viel zu schnell, hieß es, und nicht adäquat. Doch das Redaktionsteam ließ sich nicht beirren und stellte klar, dass es sich dabei um kleine Reportagen für Kinder handle, die man auf eine Reise einlade, Dinge und Sachverhalte zu entdecken. Bis heute ist das so. Und dabei gibt es keine Themen-Tabus. Die kurzen Erklärfilme, die Fragen wie „Warum ist der Himmel blau?“ oder „Warum ist die Banane krumm?“ ganz genau auf den Grund gehen, werden immer wieder durch kleine Zeichentrickfilme aufgelockert, in denen die Maus mit dem blauen Elefanten, der sie seit 1975 begleitet, eine knifflige Aufgabe auf humorvolle Art und Weise löst. Ein Konzept, das in 50 Jahren erfolgreiche Fernsehgeschichte geschrieben hat, und für so einige Kinderfiguren als Karrieresprungbrett diente – genannt seien hier nur Käpt´n Blaubär oder Shaun das Schaf. Deshalb ist es nicht nur an der Zeit, einmal zurückzublicken, sondern vor allem auch nach vorn – und das macht die Maus am 03. Oktober: Dann heißt es in der Sendung „Hallo Zukunft“ und es werden sich verschiedene Fragen rund um unser zukünftiges Leben gestellt. Das Tolle dabei: Jeder kann die Sendung mitgestalten! Unter dem Motto „Hallo Zukunft #mitdermaus“ können Wünsche und Vorstellungen über unser zukünftiges Leben als Bild gemalt per Foto hochgeladen werden. Von rollenden Häusern über Flugzeuge, die mit Luft fliegen oder fliegende Autos – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Hier geht es direkt zur Mitmachaktion.

Wir dürfen auf jeden Fall gespannt sein, wie uns die Maus auch in den nächsten 50 Jahren begleiten wird. Zunächst wird ersteinmal gefeiert – und dazu lohnt sich ein Blick auf die Geburtstagsseite der Maus.

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