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Kinderschutz

Hauptpreisträger haben allen Grund zu feiern

Wenn die Preisträger des HanseMerkur Preises für Kinderschutz einen Grund zum Feiern haben, freuen wir uns natürlich mit ihnen. Manchmal feiern wir sogar gleich mit. Gründe zum Freuen und Feiern gab es in den letzten drei Wochen auf jeden Fall genug!

Veröffentlicht von Silke Hirschfeld am 8. Oktober 2019

Unser diesjähriger Hauptpreisträger TeachFirst feierte am 20. September im gediegenen Deutschen Technikmuseum in Berlin sein zehnjähriges Jubiläum. Rund 300 Gäste waren angereist, darunter Freunde, Förderer und vor allem jede Menge Fellows! Schirmherrin Elke Büdenbender konnte leider nicht wie geplant teilnehmen, deshalb wurde im Vorwege ein Interview aufgezeichnet.

Über zehn Jahre ist es her, dass Kaija Landsberg und Michael Okrob auf die amerikanische Organisation Teach for all aufmerksam geworden sind. Eine Organisation, die Fellows an Brennpunktschulen entsendet, damit diese im Unterricht zusätzlich zu der Lehrkraft unterstützen und Kindern eine Extraportion Zeit und Aufmerksamkeit schenken. Schnell entwickelte sich die Idee hierüber eine gemeinsame Masterarbeit zu schreiben und gleichzeitig entstand der Wunsch so etwas auch in Deutschland zu etablieren, denn auch hier waren wir von Bildungsgerechtigkeit weit entfernt, was die Ergebnisse der Pisa-Studie noch einmal unterstrichen.

Die beiden flogen in die Staaten und lernten die Arbeit der Fellows an einer Brennpunktschule in der Bronx kennen. Sie sahen, mit welchen Wiederständen die Fellows an der von Drogen und Gewalt dominierten Schule zu kämpfen hatten, aber sie sahen auch, was Fellows bewegen konnten. Es dauerte nicht lange, bis Landsberg und Okrob ihrem Wunsch nachgaben und TeachFirst Deutschland gründeten. Dass das eine ziemliche gute Idee war, belegen die aktuellen Zahlen: Aktuell gibt es 216 Fellow, die in acht Bundesländern an 175 Partnerschulen tätig sind. Vor allem aber wurden in den letzten zehn Jahren 72.300 Schüler erreicht! Bei einer solchen Erfolgsstory darf man sich nach zehn Jahren auch ruhig einmal selbst feiern.

v. l. n. r.: Maya schneider, Dr. Till Steffen, Stefanie Tapella

Grund zum Feiern hatte am 1. Oktober auch das Team der Benita Quadflieg Stiftung, die wohlverdient den 1. Platz des Hamburger Stiftungspreises 2019 belegten. Unsere Hauptpreisträger des vergangenen Jahres Sandra Quadflieg, Stefanie Tapella und Maya Schneider durften für ihre Arbeit für das Kinderhaus Mignon im Hamburger Rathaus den mit 10.000 Euro dotierten Preis aus den Händen von Justizsenator Dr. Till Steffen entgegennehmen. Dieser erklärte bei der Verleihung des Stiftungspreises: „Wir wollen mit dem Stiftungspreis Menschen unterstützen, Gutes zu tun. Die Preisträger haben auf vielfältige und vorbildliche Art und Weise gezeigt, wie das geht. …Das Kinderhaus Mignon sorgt mit einem ganzen Netzwerk nicht nur dafür, dass Kinder die bestmögliche therapeutische und pädagogische Betreuung, sondern auch ein familiäres Zuhause bekommen.“

Dr. Malte Passarge, Vorstand der Gesellschaft Harmonie 1789 e.V., betont in seinem Grußwort: „Prämiert werden heute nicht nur gute Ideen, sondern auch engagierte Arbeit von Herz und Verstand.“ Von beidem gibt es im Kinderhaus Mignon eine ganze Menge. In das Kinderschutzhaus kommen Kinder, die vor ihren eigenen Eltern geschützt werden müssen. Sie leben dort in familienanalogen Wohngruppen. Die traumatisierten Kinder, die meist extrem aggressiv oder regressiv sind, wieder zu einem normalen Leben zurückzuführen, sie dazu zu bringen, wieder Vertrauen zu fassen und sich zu öffnen, erfordert ein unglaubliches Maß an Geduld – und eben viel Herz und Verstand.

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