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Umwelt & Nachhaltigkeit

Bienchen, summ herum! – Was wir dafür tun können

Das kommende Wochenende steht ganz im Zeichen der Bienen, denn am 03. Und 04. Juli findet der Tag der deutschen Imkerei statt. Diesmal liegt der Fokus aber nicht auf dem Imkernachwuchs, sondern darauf, was jeder einzelne von uns tun kann, um optimale Voraussetzungen für die fleißigen Bienchen zu schaffen – sei es auf dem Balkon, der Terrasse oder im eigenen Garten. Und das ist bitter nötig. Warum? Lesen Sie mehr in unserem kleinen Veranstaltungstipp.

Veröffentlicht von Tanja Johannsen am 1. Juli 2021

Dass wir bei der HanseMerkur wahre Bienenfans sind, ist Ihnen bestimmt nicht entgangen. Vor wenigen Wochen erst berichtetet wir unter dem Titel „Social Bees“ über die fantastische Honig-Ernte unserer HanseMerkur-Bienen, die von dem StartUp Bee-Rent ausgeliehen und auf unserem Dach eingezogen sind. Den Erlös des Honigverkaufs spendeten wir an das Projekt „Der Schritt Vorwärts – Ein Weg aus dem Abseits“ und stellten damit die Unterbringung von sechs obdachlosen Menschen für einen ganzen Monat sicher. Doch die Honigproduktion ist in Gefahr, denn im zurückliegenden Winter gab es deutschlandweit wieder massive Bienenvölkerverluste. Auch das lange, kalte Frühjahr hatte seine Tücken sowohl für die heimische Imkerei als auch für die ohnehin stark bedrohten Wildbienenarten.

Aktionstage wie der Tag der deutschen Imkerei weisen deshalb auf die Gefährdungen hin, denen diese wichtigen Insekten ausgesetzt sind, und zeigen Wege, dass jeder Einzelne von uns etwas für unsere Bienen tun kann.

Mangel an optimalen Lebens- und Nahrungsbedingungen

In diesem Jahr steht die bundesweite Aktion, die der Deutsche Imkerbund e.V. (D.I.B.) im Jahr 2000 ins Leben gerufen hat, unter dem Motto: „Wir imkern – bienenfreundlich für Natur und Klima“. Damals war diese Aktion mit dem Ziel entstanden, angesichts immer weiter sinkender Imkerzahlen interessierten Nachwuchs zu gewinnen. Seit zehn Jahren hat sich der Fokus der Veranstaltung aber deutlich verschoben. Denn Bienenhaltung ist mittlerweile äußerst populär, was zu einem Anstieg der Imkerzahlen von rund 93.000 (Jahr 2000) auf heute rund 160.000 geführt hat. Was aber fehlt, sind die optimalen Lebens- und Nahrungsbedingungen für Blüten besuchende Insekten. Dabei spielen klimatische Veränderungen eine zunehmende Rolle. So hat in diesem Jahr das lang andauernde kalte Frühjahr 2021 in einigen Regionen dazu geführt, dass das Trachtangebot für Bienenvölker, die sich in dieser Jahreszeit besonders stark entwickeln, in vielen Regionen nicht ausreichte und Imkereien, anstatt Honig zu ernten, ihren Bienen zufüttern mussten.

Verbesserungen im eigenen Umfeld schaffen

Das diesjährige Aktionsmotto soll auf die Auswirkungen des Klimawandels hinweisen. Die beteiligten regionalen Vereine präsentieren nicht nur die heimische Imkerei, sondern beantworten aktuelle Fragen, beispielsweise wie es unseren Honig- und Wildbienen geht, insbesondere im Hinblick auf die klimatischen Veränderungen. Haben Bienen überhaupt etwas mit dem Erhalt von Natur und Klima zu tun? Welchen Beitrag leistet die Imkerei zum Schutz von Natur und Klima und wie lassen sich Insektenschutz und Landwirtschaft vereinbaren?

„Viele Menschen wollen Wild- und Honigbienen helfen, wissen aber nicht genau wie. Unsere Imker sind hier als Fachleute gefragt und deshalb wichtige Ansprechpartner. Wir setzen uns seit vielen Jahren nicht nur für Honig-, sondern auch für die bedrohten Wildbienen ein, indem wir das Nahrungsangebot insgesamt verbessern und versuchen, Lebensräume zu schützen sowie neue Habitate zu schaffen“, beschreibt Olaf Lück, Geschäftsführer des Deutschen Imkerbundes e.V. (D.I.B.) die Ziele des Vereins. Die Dachorganisation vertritt die Interessen von 130.000 Imkern und ist der größte europäische Zusammenschluss dieser Art.

Ein Schwerpunkt an den Aktionstagen ist es deshalb, interessierten Menschen die vielfältigen Möglichkeiten zur Verbesserung der Nahrungs- und Lebensbedingungen sowohl für Honig- als auch für Wildbienen im eigenen Umfeld zu zeigen. Mit einfachen Mitteln und wenig Aufwand kann ein bienenfreundlicher Garten oder Balkon entstehen. Aber auch Vertreter der Kommunen sind wichtige Ansprechpartner für den D.I.B. Denn was für private Flächen gilt, ist auch auf öffentlichen Flächen umsetzbar.

Welche Vereine am diesjährigen Tag der deutschen Imkerei trotz der Corona-Einschränkungen eine Aktion geplant haben, hat der D.I.B. auf seiner Homepage veröffentlicht. Hier gelangen Sie direkt zu der Liste, die nach Postleitzahlen sortiert ist.

Vielleicht haben Sie ja Lust, sich von den kleinen, faszinierenden und gleichsam so nützlichen Insekten inspirieren zu lassen.

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