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Kinderschutz

Die Kleinsten während Corona

Keine Feiern, kein Essengehen, keine gemütlichen Abende mit Freunden. Die Liste von fehlenden Unternehmungen lassen sich vermutlich unendlich lang weiterführen. Wir sind alle gerne zusammen mit anderen Menschen, die uns am Herzen liegen, doch die jetzt schon bald ein Jahr anhaltende Situation macht es uns nicht möglich. Doch bei dem Ganzen sollten gerade die Kinder in dieser Zeit nicht vergessen werden. Denn für sie ist es mindestens genauso schlimm.

Veröffentlicht von Pia Kracke am 9. Dezember 2020

Auf den Straßen sieht man immer wieder, wie Kinder versuchen ihren Eltern die Alltagsmaske aus dem Gesicht zu ziehen. Das Lernen und Verstehen von Gestik und vor allem der Mimik leidet extrem durch das Tragen der Alltagsmasken. Doch sie schützen und sollten, wenn immer es möglich und nötig ist, getragen werden. Trotzdem schränken die Maßnahmen gerade die Kinder und Jugendlichen ein und machen die Situation nicht einfacher für sie. Sie treffen ihre Freunde maximal in der Schule, auch dort unter beschlossenen Abstandsregelungen. Die meisten Freizeiteinrichtungen mussten spätestens Anfang November mit den verschärften Maßnahmen schließen oder sind nur noch im Notbetrieb vor Ort.

Wir alle wissen aus Erfahrung, wie wichtig soziale Kontakte für die Entwicklung sind und was es bedeutet, diese nicht mehr zu haben. Doch es gibt auch Kinder und Jugendliche, die nicht erst durch die Corona-Pandemie unter dem Entzug von sozialen Kontakten leiden. UNICEF hat fünf Kinder begleitet und zeigt, dass sie versuchen, das Beste aus der aktuellen Situation zu machen, was nicht gerade einfach zu sein scheint. Ob im Vertriebenenlager, im Rollstuhl oder auf dem Arm der Mutter, die Geschichten der Kinder zeigen auf, dass das Leben weitergehen muss, auch wenn das Corona-Virus es uns schwer macht.

So erzählt Muna, ein zehnjähriges Mädchen, das in einem Vertriebenenlager im Jemen lebt von ihrem Alltag und wie sie immer wieder angehalten werden sich die Hände zu waschen, auf den Abstand zu achten, um sich vor der Krankheit zu schützen und trotzdem ihr Leben so gut es geht leben können. Der 14-jährige Rijad aus der Nähe von Pristina im Kosovo berichtet, dass er sogar die langen Schultage vermisst und wieder Zeit mit seinen Freunden verbringen möchte. Weiter gibt er zu bedenken, dass gerade Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung nicht erst seit Corona ein fast isoliertes Leben führen. Berührend sind auch die Worte der Mutter von Sarah aus Juba im Südsodan. Sarah gehört zu den Kindern, die an Malaria erkrankt sind, dadurch kaum mehr Appetit verspüren und immer dünner werden. Im Ernährungszentrum wurden Maßnahmen ergriffen, um die Eltern und Kinder zu behandeln, sowie über das Virus und den Eigenschutz zu informieren.

Wenn man das bedenkt vermisse ich trotzdem das gemeinsame Feiern, Essen und Zusammensein mit Freunden und Familie, respektiere die Maßnahmen aber noch viel mehr und wünsche mir, dass wir so gut es nur irgendwie geht aus der Situation herauskommen und die Kinder und Jugendlichen nicht aus den Augen verlieren.

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